Archiv | März, 2012

Verwirrte Winterreste

31 Mrz

Wurzelgemüse in Curry-Senf-Rahm

Es ist schon eine komische Zeit: das erste frische Gemüse kommt auf den Markt und lässt einen große Augen machen – leider oft auch wegen dem Preisschild auf der regionalen Ware. Gleichzeitig kauft man aber immer noch die Reste vom letzten Wintergemüse, bzw. sie liegen dort schon viel zu lange herum, weil nach 4 Monaten Kohl und Rüben alles andere einen viel appetitlicher anlacht.

Also dachte sich Keks: ein Kompromiss muss her – und das heißt mischen. Und wenn wir schon bei querbeet sind: wieso nicht gleich asiatisch-europäische Fusion-Kitchen? Dass sich grüner Curry mit Senf und Kümmel verträgt war mir bis heute auch neu – aber sie tun es wirklich gerne 😀

 

Zutaten:

  • 1 Möhre
  • ½ Porree
  • 1 Pastinake
  • 100g  Weißkohl
  • 1 TL Currypaste (grüne)
  • 1 TL grobkörniger Senf
  • 50 ml Sojamilch
  • 1 EL Sesamöl
  • Koriandersamen, Pfeffer, Kreuzkümmel, fein gehackter Ingwer, Salz

Zubereitung:

Das Gemüse waschen und sämtlich in feine Streifen bzw. Ringe schneiden. Den Ingwer grob hacken und die Currypaste in der Sojamilch auflösen. Als Antiaggressionstraining: Koriander, Pfeffer und Kreuzkümmel im Mörser pulverisieren.

Zuerst den Weißkohl in der Pfanne kurz in der Hälfte des Öls  anbraten, dann an den Rand schieben. Wieder Öl in die Pfannenmitte geben und dort Möhre und Pastinake mit etwas Salz scharf anbraten. Wenn diese eine schöne Färbung angenommen haben einmal durch schwenken und den Porree sowie die gemahlenen Gewürze und den Ingwer dazu geben.

Die Hitze kann jetzt etwas reduziert werden. Nachdem alles Gemüse 2-3 Minuten gemeinschaftlich brutzeln durfte mit der Curry-Sojamilch-Mischung ablöschen und den Herd auf ganz kleine Hitze oder aus stellen. Zu guter Letzt den Senf einrühren und salzen.

Dress Up: Grünzeug braucht nicht öde sein!

31 Mrz

Wir LIEBEN Salat… vor allem im Sommer  😀

So richtig lecker sind Blattsalat, Möhre und co. aber erst, wenn man ihnen noch eine Kleinigkeit mehr angedeihen lässt: das richtige Dressing macht den Unterschied. Damit es nicht langweilig wird, haben wir angefangen zu sammeln: Wer immer nur Essig, Öl, Salz und Pfeffer zu einer Standardsoße zusammenrührt, der verpasst das Beste!

Auf der Seite Dress Up sammeln wir für euch Ideen für Dressings, deren Reste nach dem Essen nicht in den Abfluss gegossen werden – viel zu Schade!

Asia-Kartoffelsalat

31 Mrz

Der Streit ist uralt, urdeutsch und unglaublich nervig:   Gehört an den Kartoffelsalat ein Essig-Öl oder ein Majo-Dressing? Nord- und Süddeutschland liefern sich auch hier ein Duell, das keiner von beiden gewinnen kann.

Aber der Student, auch als sturer in-der-Heimat-Bleiber, wehrt  sich ja leider vergeblich dagegen, mit Mitgliedern des rivalisierenden Dressing-Volkes zusammen zu stoßen.

Damit das gemeinsame Kochen, respektive die obligatorischen Grillsessions im Sommer, nicht unter diesem Streit leiden müssen hier eine Alternative, die allen schmeckt: Kartoffelsalat mal ganz anders und so gar nicht deutsch:

ASIA – Kartoffelsalat

Zutaten:

  • 5 – 6    festkochende Kartoffeln
  • ¼         Kohlrabi
  • 2          Frühlingszwiebeln
  • 1 EL      Sesam (vorzugsweise schwarzer)
  • 3 EL      Reisessig
  • 3 EL      Sesamöl
  • 1 EL      Teriyakisauce
  • ½ EL     Ajvar (alternativ: Tomatenmark mit scharfem Paprikapulver vermischen)
  • etwas  Curry, Oystersauce, Sojasauce, Salz

Zubereitung:

Die Kartoffeln – wenn Bio gerne mit der Erde an der Schale – in kaltem Wasser aufsetzen und so lange kochen, bis sie sich nach dem Einstechen gerade so von der Messerspitze lösen.

Parallel Sesam in einer Pfanne rösten und den weißlich-hellgrünen Teil der Frühlingzwiebeln in feine Ringe schneiden, das Grün in breitere Streifen. Die hellen Zwiebelringe zum röstenden Sesam geben. Danach Ajvar und Curry mit anschwitzen, Teriyaki-, Oyster- und Sojasauce dazugeben und kurz karamellisieren lassen. Mit dem Reisessig ablöschen – wenn die Pfanne sehr heiß war, etwas Wasser hinterher.

Den Sud abkühlen lassen bis er lauwarm ist. Währenddessen die Kartoffeln schälen, falls mit Erde gekocht, ansonsten mitsamt Schale in möglichst dünne Scheiben schneiden. Auch den Kohlrabi schälen und in dünne Streifen (Rauten, Sterne… was ihr gerade lustig seid) schneiden.

Kartoffeln, Kohlrabi, das Grün der Frühlingszwiebeln und den Sud in einer Schüssel gut durchmischen. Das ganze darf wie jeder gute Kartoffelsalat noch mindestens eine halbe Stunde ziehen. Dann: unbedingt nachsalzen, auch wenn sich hier ein Konglomerat an Würzsoßen bereits am Salat wiederfindet! Kartoffelsalat schreit einfach immer nach mehr Salz (deshalb sind wir auch alle gaaaaanz traurig, dass man diesen Kartoffelsalat eben ein paarmal öfter probieren muss).

Wer am gleichen Tag besonders viel Platz im Kino oder auf der Tanzfläche haben möchte ist auch herzlich eingeladen, ein, zwei Zehchen Knoblauch mit in den Dressing-Sud zu geben. Wem es nicht scharf genug ist – weil er vielleicht das falsche Curry oder das falsche Ajvar genommen hat – darf natürlich auch gern Chili bis zur persönlichen Schmerzgrenze dazugeben.

Vogel, der alte Spaßvederber, hat natürlich noch seine ganz eigene Kritik an meinem Beitrag zur Völker- und Kartoffelsalat-Verständigung angebracht: auch hier ist immer noch Vorsicht geboten! Sture Vertreter der Fraktion „Kartoffelsalat klassisch“ könnten sich von dieser Variante auf den Schlips getreten fühlen… wir gehen aber davon aus, dass unsere Leser das Experiment wagen werden 😀

Konserven – aber bitte aus eigener Herstellung

30 Mrz

Okay, wir geben es zu: manchmal wollen wir auch nur den Kühlschrank aufmachen und einfach so etwas leckeres auf der Gabel haben, ganz ohne dass der Herd angeschmissen werden muss.

Deshalb gibt es hier  noch ein paar Rezepte abseits vom frisch gekochten, gebratenen, gerührtem, gebackenem… wo waren wir stehengeblieben?

Richtig! An dieser Stelle soll es mal um’s Haltbarmachen gehen: ab mit dem Endprodukt in Gläser und Boxen – und auch wenn es schwer fällt: wegstellen. Danach gibt’S dafür dann auf Abruf Lecker 😉