Asia-Kartoffelsalat

31 Mrz

Der Streit ist uralt, urdeutsch und unglaublich nervig:   Gehört an den Kartoffelsalat ein Essig-Öl oder ein Majo-Dressing? Nord- und Süddeutschland liefern sich auch hier ein Duell, das keiner von beiden gewinnen kann.

Aber der Student, auch als sturer in-der-Heimat-Bleiber, wehrt  sich ja leider vergeblich dagegen, mit Mitgliedern des rivalisierenden Dressing-Volkes zusammen zu stoßen.

Damit das gemeinsame Kochen, respektive die obligatorischen Grillsessions im Sommer, nicht unter diesem Streit leiden müssen hier eine Alternative, die allen schmeckt: Kartoffelsalat mal ganz anders und so gar nicht deutsch:

ASIA – Kartoffelsalat

Zutaten:

  • 5 – 6    festkochende Kartoffeln
  • ¼         Kohlrabi
  • 2          Frühlingszwiebeln
  • 1 EL      Sesam (vorzugsweise schwarzer)
  • 3 EL      Reisessig
  • 3 EL      Sesamöl
  • 1 EL      Teriyakisauce
  • ½ EL     Ajvar (alternativ: Tomatenmark mit scharfem Paprikapulver vermischen)
  • etwas  Curry, Oystersauce, Sojasauce, Salz

Zubereitung:

Die Kartoffeln – wenn Bio gerne mit der Erde an der Schale – in kaltem Wasser aufsetzen und so lange kochen, bis sie sich nach dem Einstechen gerade so von der Messerspitze lösen.

Parallel Sesam in einer Pfanne rösten und den weißlich-hellgrünen Teil der Frühlingzwiebeln in feine Ringe schneiden, das Grün in breitere Streifen. Die hellen Zwiebelringe zum röstenden Sesam geben. Danach Ajvar und Curry mit anschwitzen, Teriyaki-, Oyster- und Sojasauce dazugeben und kurz karamellisieren lassen. Mit dem Reisessig ablöschen – wenn die Pfanne sehr heiß war, etwas Wasser hinterher.

Den Sud abkühlen lassen bis er lauwarm ist. Währenddessen die Kartoffeln schälen, falls mit Erde gekocht, ansonsten mitsamt Schale in möglichst dünne Scheiben schneiden. Auch den Kohlrabi schälen und in dünne Streifen (Rauten, Sterne… was ihr gerade lustig seid) schneiden.

Kartoffeln, Kohlrabi, das Grün der Frühlingszwiebeln und den Sud in einer Schüssel gut durchmischen. Das ganze darf wie jeder gute Kartoffelsalat noch mindestens eine halbe Stunde ziehen. Dann: unbedingt nachsalzen, auch wenn sich hier ein Konglomerat an Würzsoßen bereits am Salat wiederfindet! Kartoffelsalat schreit einfach immer nach mehr Salz (deshalb sind wir auch alle gaaaaanz traurig, dass man diesen Kartoffelsalat eben ein paarmal öfter probieren muss).

Wer am gleichen Tag besonders viel Platz im Kino oder auf der Tanzfläche haben möchte ist auch herzlich eingeladen, ein, zwei Zehchen Knoblauch mit in den Dressing-Sud zu geben. Wem es nicht scharf genug ist – weil er vielleicht das falsche Curry oder das falsche Ajvar genommen hat – darf natürlich auch gern Chili bis zur persönlichen Schmerzgrenze dazugeben.

Vogel, der alte Spaßvederber, hat natürlich noch seine ganz eigene Kritik an meinem Beitrag zur Völker- und Kartoffelsalat-Verständigung angebracht: auch hier ist immer noch Vorsicht geboten! Sture Vertreter der Fraktion „Kartoffelsalat klassisch“ könnten sich von dieser Variante auf den Schlips getreten fühlen… wir gehen aber davon aus, dass unsere Leser das Experiment wagen werden 😀

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