Mal andere Brat-Knollen

10 Apr

Wirklich gute Bratkartoffeln zu machen ist eine Kunst – deshalb kann es manchmal ganz nützlich sein, sich um die Erwartungen, die man durch Mamas oder Omas perfekt knusprige geröstete Kartoffelscheibchen entwickelt hat, herumzumogeln.

Das ist relativ einfach, wenn man die „schnöde“ Kartoffel einfach mal durch Topinambur ersetzt. Die Knolle verhält sich fast genauso wie Kartoffeln, schmeckt aber süßer und verzeiht ein bisschen mehr Kochen und/oder Braten viel eher.

Hier eine Variation des üblichen Brat-Knollen-Rezepts, das ein bisschen Sonne auf den Teller bringt und sich wunderbar mit der herb-süßen Note von Topinambur verträgt. Damit ist die Knolle dann auch einmal um dieelt gereist…

Brat-Topinambur

Zutaten:

  • 250         g             Topinambur
  • ½            Stk         Gemüsezwiebel
  • 1             Zehe     Knoblauch
  • 1             Stk         getrocknete Tomate
  • 1             EL           Olivenöl
  •               etwas   Rosmarin, Thymian, Salz und schwarzer Pfeffer
  • optional:   1 EL Butter, Basilikum zum Garnieren

Zubereitung:

Die Topinambur wie Kartoffeln kochen: wie sie sind in einen kleinen Topf schmeißen, mit Wasser bedecken und so lange kochen, bis sie von allein wieder vom scharfen Küchenmesser rutschen, wenn man bis in die Mitte rein piekst.

Währenddessen die Zwiebel in feine Streifen schneiden, den Knoblauch hacken und die getrocknete Tomate in klitzekleine Würfelchen schneiden. Frische Kräuter können auch schon gezupft werden, getrocknete bereit gestellt.

Topinambur kann man auf zwei Arten schälen… Vogels Variante ist ein bisschen schneller, lässt aber weniger von der Knolle übrig: das schmale Ende abschneiden und von dort aus die gesamte äußere, holzige Schicht mit der Schale abziehen. Dafür sollten die Topinambur auf keinen Fall übergart sein, sonst werden sie nachher in der Pfanne Matsch! (Rettung hier: Topinambur-Püree servieren). Keks‘ Variante ist ein bisschen langwieriger, garantiert aber beinahe für den Zusammenhalt der Scheiben: unten mit dem Schälen anfangen und von dort aus nur die Schale abschaben. Das lässt sich mit sehr holzigen Knollen natürlich nicht machen… ein bisschen muss man sich auch nach dem Zustand der Topinambur richten.

Wenn das erledigt ist Topinambur in Scheiben schneiden – wie fein ist Geschmackssache, für die Optik sind dickere Scheiben besser, weil sie nicht zerfallen, aber dünnere werden natürlich eher knusprig.

Die Pfanne mit dem Öl sehr heiß werden lassen, erst dann eine Lage Topinamburscheiben hineingeben. Warten, bis die Unterseite schön gebräunt ist, wenden (Pedanten machen das Einzeln – leider die einzige Garantie für ein perfektes Ergebnis).

Jetzt dürfen auch Zwiebel, Knoblauch, getrocknete Tomate und die Kräuter in die Pfanne. Wenn alles zusammen ca. 1 Minute geröstet hat, darf geschwenkt und die Hitze reduziert werden. Anschließend großzügig salzen und pfeffern.

Wer möchte kann zum Abschluss auch noch einen Esslöffel Butter in die warme Pfanne geben.

~*~

Brat-Topinambur auf Gemüsesugo

Dazu, daneben, daran, darauf passt ein schön mediterranes Gemüse-Sugo, das man während die Topinambur kochen aufsetzen und langsam vor sich hin köcheln lassen kann, während man mit dem Braten und Wenden der Topinambur beschäftigt ist 🙂

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