hoffentlich letzter Seelenwärmer

12 Apr

Ich wollte zwar aufhören über das Wetter zu motzen – weil es dadurch ja auch nicht besser wird – aber ganz ehrlich: eigentlich möchte ich nach Ostern nicht mehr triefnass und frierend nach Hause kommen… 😦

Meinen Resten im Kühlschrank hat die Fröstelstimmung aber gut getan: ein deftiger, warmer Eintopf aus den noch gehorteten Wintergemüsen kam mir heute gerade recht.

Also: hoffentlich zum Abschluss der trüben Tage noch einmal etwas herbes, heißes, an Omas kuschelige Küche erinnerndes:

Wurzelgemüse-Eintopf

Zutaten:

  • ¼            Stk         kleinerer Knollensellerie
  • 3             Stk         Möhren
  • 1             Stk         Gemüsezwiebel
  • Sonstige Reste von Knollen oder Wurzeln: Kartoffeln, Rettich, Pastinake….
  • 100 – 250 ml       Weißwein
  • 1 – 1½   l               Gemüse- oder Hühnerbrühe
  • 1             Stk         Lorbeerblatt
  • etwas   Kümmel, Muskatnuss, Senfsaat, Pfeffer, Salz
  • Optional: Estragonsenf, oder auch ein guter scharfer Senf und frischer Estragon

Zubereitung:

Das Gemüse „küchenfertig“ machen – d.h. alles schälen, was eine ungenießbare Außenhaut besitzt und Strünke etc. entfernen. Alles einfach in grobe Stücke schneiden, wer es eilig hat mit dem Essen und ein scharfes Messer kann aber auch auf kleinere Würfel umsteigen.

Kümmel, etwas Muskatnuss, Senfsaat und Pfeffer mit etwas Salz im Mörser zermahlen.

Das Gemüse dem Härtegrad nach anschwitzen: Kartoffeln und Möhren müssen als erstes in den Topf, Pastinaken und Knollensellerie können später folgen, die Zwiebel verzeiht vieles und kann auch als letztes dazu.

Wichtig ist, dass trotzdem alles ein wenig Farbe abbekommt. Dann kann auch die Gewürzmischung zum Gemüse gegeben und mit angeschwenkt werden. Wenn der Geruch den Hunger so weit angeregt hat, dass Ungeduld aufkommt: mit Weißwein ablöschen und mit Brühe aufgießen.

Je nachdem, wie breiig oder suppig die gewünschte Konsistenz sein soll oder wie viele Reste sich noch gefunden haben kann die Menge an Flüssigkeit, die ihr braucht, natürlich stark variieren. Lorbeerblatt mit in den Topf geben und alles zusammen köcheln lassen.

Wer mag  – und sich die Mühe gemacht hat ein paar schöne Würfel zu schneiden – kann auch einen Teil des Gemüses aus der Brühe nehmen und später als Einlage verwenden. Ansonsten heißt es jetzt: systematische Folter – erst systematisch weichkochen und dann alles kurz und klein machen (Lorbeerblatt VOR dem Pürieren entfernen!!).

Zum Schluss dann mit Salz und (Estragon-) Senf abschmecken – den Estragonsenf kenne ich aus Belgien, es gibt ihn auch in Deutschland. Hört sich zuerst zu intensiv und speziell an, ist aber definitiv eine Anschaffung wert.

~*~

Dazu optimal: schönes krustiges Bauernbrot 🙂

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