Archiv | Mai, 2012

Essbare Blüten XXL

31 Mai

Wieso finden sich eigentlich auf einmal in jedem Salat irgendwelche bunten Kleckse, die großspurig als essbare Blüten angekündigt werden und dann doch nach nichts schmecken?

Ich mag es ja auch, wenn mein Essen gut aussieht… aber mal ganz ehrlich: manchmal möchte man doch einfach auch etwas Sättigendes auf dem Teller finden für das, was einem angekündigt würde.

Das geht mit Blüten auch! Artischocken sind Blüten und trotzdem ist ganz schön viel dran – zumindest an Geschmack.

Artischocke mit Joghurt-Dip

Zutaten (2 Personen):

  • 1             große Artischocke (oder ein paar kleinere)
  • ½            Zitrone
  • 1 EL        Essig
  • 1-2         Lorbeerblätter
  • 4 EL        Joghurt
  • 1 EL        (selbstgemachte) Mayonnaise
  •  ½ EL      Senf (vorzugsweise Estragonsenf)
  • 2 EL        frische gehackte Kräuter: Petersilie, Kerbel, Kümmel-Grün (alternativ: Dill, auch möglich: Schnittlauch, Estragon, etc.)
  • Etwas   Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Um es gleich vorweg zu nehmen: ich habe mich vor diesem Wochenende auch noch nie an die Zubereitung von Artischocken herangetraut. Dabei hat die nicht einmal 5-Minuten Erklärung von Vogel eines klar gemacht: Es ist ganz einfach.

Einen großen Topf mit Wasser aufsetzen und zum Sieden bringen. Darin dürfen zuerst die Zitrone, Lorbeerblätter und ein paar Pfefferkörner schwimmen, die mit Salz überschüttet werden. Bei der Artischocke muss zuerst der Stiel geschält werden, bevor sie ihr so aromatisiertes Dampfbad steigt – zugegebenermaßen muss man trotzdem nachhelfen 😉

Während die Artischocke im siedenden Wasser gart bleibt reichlich Zeit den Joghurt-Dip aus den restlichen Zutaten anzurühren. Ein Schuss vom Zitronensaft darf hier außerdem auch gerne mit dazu. Die Mayonnaise kann man auch weg lassen, wenn man einen schön voll-fetten Joghurt bekommt, aber auch ein reiner Mayo-Dip mit den Kräutern und dem Senf passt perfekt zur Artischocke.

Die ist übrigens fertig, wenn sich die äußeren Blätter weich anfühlen und sich das Messer leicht wieder aus der Mitte des Stielansatzes herausziehen lässt.

~*~ Keks ~*~

Nicht Fisch, nicht Fleisch

29 Mai

Beim letzten Heimatbesuch des belgischen Spekulatius gab es wie immer einen Vorratseinkauf im Brüsseler Supermarkt. Das war zwar schon Anfang März, aber man kann allerlei Kuriositäten, die sich im Stadt-Dorf Konstanz so nicht auftreiben lassen, auch einfrieren 😉

Dieses Wochenende wurde eine davon endlich aus dem Tiefkühler befreit:

Krokodilfilet

Zutaten (2 Personen):

  • 200 g    Krokodilfilet
  • ½     Zitrone
  • 1 EL    Olivenöl
  • 1 EL    heller Balsamiko
  • 1 EL    frischer Basilikum und Petersilie
  • Etwas    Salz, schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

… haben wir auch erst nachforschen müssen, aber mit der Erfahrung, die wir gemacht haben, können wir eine Empfehlung geben, wie es noch besser wird als bei uns. Die Zitronenmarinade passt aber auf jeden Fall hervorragend zum Krokodil.

Tatsächlich schmeckt der Fleischfresser in Filetform wie eine Mischung aus Rind und Fisch, aber in der Zubereitung geht es erst mal los wie beim Wild: das harte Bindegewebe auf jeden Fall entfernen. Danach vermuten wir, dass die Steak-Zubereitungsvariante mit dem scharfen Anbraten und ruhen lassen nicht ganz so optimal ist (meine Messer hatten etwas zu viel zu tun). Niedertemperaturgaren dürfte dem Fleisch mit seinen relativ dicken Bindegewebssschichten besser gefallen.

Dafür dass es leicht zäh bleibt, sieht das gebratene Kroko aber nett aus: ein bisschen wie Hühnchen und in der Pfanne kann man eine herrliche Zitronenmarinade herstellen. Dazu einfach die Pfanne auf kleinere Hitze stellen und gewürfeltes Zitronenfleisch in etwas extra Olivenöl anbraten, mit Balsamiko karamellisieren und ganz von der Platte nehmen. Erst dann die empfindlichen frischen Kräuter einrühren und das Fleisch in dieser Sauce schwenken.

Mit Salz (Fleur de Sel natürlich bevorzugt – v.a. als günstiges Belgien-Souvenir) und schwarzem Pfeffer abschmecken.

Orientalisch Kicher(nde)erbsen-Suppe oder Hummus (حمص‎)

27 Mai

Was muss man beim Kochen bedenken:

Es läuft nicht immer so wie man es möchte oder so wie es soll. Und wenn mal was schief läuft kann immer noch etwas wunderbares dabei rauskommen. So wie heute, als ich Humus machen wollte. Was braucht man denn für ein gutes (und meiner Meinung nach originales Humus):

Zutaten:

  • 1 Tasse Kichererbsen
  • 1 Stk Knoblauchzehe
  • 1 Stk Lorbeerblatt
  • 1 TL Kreuzkümmel (oder auch Kumin genannt)
  • 1 Handvoll Petersilie und Koriandergrün, gemischt
  • eine weitere Knoblauchzehe
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz
  • 1 TL geröstetes Sesamöl (Alternativ geht auch etwas gerösteter Sesam und Olivenöl)

Zubereitung

Die Kichererbsen jetzt erst mal in einen Topf geben und mit etwas mehr Wasser als bedeckt baden lassen ( am besten über Nacht). Dann zum Kochen aufsetzen und Lorbeerblatt und eine Knoblauchzehe dazugeben. Wichtig ist, das noch KEIN Salz dazugegeben wird, sonst sind die Kichererbsen nach dem Kochen genauso hart wie davor. Jetzt also köcheln lassen (sollte nicht stark blubbern – das ist kein Whirlpool) – wie in Kochkreisen auch sieden genannt – bis die Kichererbsen weich sind. Es kann sein, das nochmal etwas Wasser dazu muss. gegen ende der Kochzeit kann dann auch Salz mit ins Wasser gegeben werden – aber vorsichtig, es wäre schade, wenn nachher das Wasser nicht mitverwendet werden kann, wo hier so viel guter Geschmack und gute Mineralstoffe drin schwimmen.

Jetzt hängt es davon ab, was daraus werden soll. Wenn man Humums (حمص) machen möchte:

Einen Teil vom Wasser in eine extra Schüssel geben, ein bischen was bei den Kichererbsen behalten. Die restlichen Zutaten dazugeben und mit dem Pürierstab zu einer feinen Masse püriereren. Vermutlich wird hier immer wieder ein wenig Flüssigkeit dazu müssen, bis es die richtige Konsistenz hat. Für den Hummus kann die Menge an frischen Kräutern auch gerne verdoppelt werden und Knoblauch natürlich nach beliebiger Menge und nach Art des noch kommenden Abendprogramms dazugegeben werden – wer Platz möchte gerne mehr Knoblauch.

Abschliessend den kalten Hummus in eine Schüssel geben, die Oberfläche mit einem Löffel etwas einkerben und Olivenöl drüber geben, dass es schön verläuft. Etwas Paprikapulver, feingeschnittene Petersilie und wer es noch exklusiver mag einige gröstete Pinienkerne drüberstreuen.

Wenn man aber jetzt zu viel Wasser dabei hat, dann bietet sich an, daraus einfach eine Suppe zu machen. Zutaten bleiben die gleichen, es wird nur an der Konsistenz was verändert und etwas anders abgeschmeckt. Hier würde ich die angegebene Menge an Kräutern dazugeben und mit der Zitrone nicht zu großzügig sein, sondern nur soweit, dass es diese angeneme Säure hat.

Hummus eignet sich sehr toll als Dipp und wird in den arabischen Ländern häufig mit Fladenbrot gegessen, kann aber auch sehr gut zu gegrilltem gereicht werden. Gerade im Sommer sehr erfrsichend und mit den Kichererbsen eine sehr gute Proteinquelle für alle Veganer (wobei ich als Lamm-Fan die Kombi mit gegrilltem Lamm vorziehe)

Wenn also mal was schief läuft (was häufiger passiert) dann so tun als ob alles geplant gewesen wäre und improvisieren.In der Küche gibt es einen Spruch dazu: „Alle Köche sind beschissen, die sich nicht zu helfen wissen“

Damit viel erfolg beim Nachkochen und Improvisieren

*Vogel*

Spaghettisauce wie beim Konstanzer Türken

21 Mai

Neues aus der Wochenendküche: Der Markt in Tübingen hat frischen Spinat und Lauch herausgerückt – und damit die Erinnerung an unseren Lieblings-Türken in Konstanz, dessen Koch ohne Käse zwar nicht leben könnte, aber ansonsten die besten „was gerade frisch ist“ Zusammenstellungen in Böreks, Sacs und Aufläufen auf den Tisch bringt.

~*~

Spaghetti mit Spinat-Lauch-Sauce und Feta

Zutaten (für 2 Personen):

  • 150         g             Spaghetti
  • 100         g             (eingelegter) Feta
  • 300         g             frischer Spinat
  • ½            Stange  Lauch
  • 1             Stk         rote Zwiebel
  • 1-2         Zehe     Knoblauch
  • 2             Stk         getrocknete Tomaten
  • 1             Schuss  Weißwein
  • Etwas                   Salz, schwarzer Pfeffer, Zitronenabrieb, Muskat
  • Optional              frischer Basilikum

Zubereitung:

Je nach Jahreszeit wird das Spinatputzen als erster Schritt mehr oder weniger aufwendig: bei „ausgewachsenem“ Spinat die Stiele entfernen und separat kleinschneide. Dazu kommen die gewürfelte Zwiebel, getrockneten Tomaten, sowie der gehackte Knoblauch.

Den Lauch am besten einmal längs halbieren, dann ist das gesamte Geschmacksarsenal des Gemüses geboten. In etwas breitere Streifen schneiden.

Pastawasser aufsetzen und eine Pfanne mit Olivenöl heiß werden lassen. Als erstes Zwiebeln und co. mit etwas Salz bestreuen und anschwitzen. Wenn die Zwiebelchen glasig sind, an den Rand schichten und in der Mitte der Pfanne den Lauch anbraten.

Wenn dieser Teil des Gemüses kurz vor gar ist, den Spinat dazu geben und zusammenfallen lassen. Sobald die traurigen Reste davon braten und nicht mehr nur Wasser lassen mit Weißwein ablöschen und mit Salz (vorsichtig, denn Feta kann recht salzig sein), Pfeffer, Zitronenabrieb und Muskat würzen.

Ganz zum Schluss den in 1cm-Würfel geschnittenen Käse unter die Sauce heben.

~*~

Keks

letzte (?) Rhabarber-Session

19 Mai

Here we go again: Jetzt hatten sie doch glatt wieder Rhabarber im Angebot – da musste ich doch glatt noch ein letztes Mal zuschlagen und die Idee umsetzen, die mir beim 20-minütigen in der MRT-Röhre Liegen gekommen ist:

Rhabarber-Marmelade mit Thymian und Orangenpfeffer

Zutaten:

1,5          kg           Rhabarber

0,75       kg           Zucker

1             TL           Orangenpfeffer

2             TL           Agar-Agar

150         ml           Apfelsaft (Wasser, etwas mehr Zucker und etwas Zitrone gehen alternativ auch)

Etwas                    frischer Thymian

optional               Vanille

Zubereitung:

3 Mal muss ich es ja nicht extra eintippen: Das Rhabarber-Marmeladenkochen könnt ihr an dieser Stelle zusammen mit der ersten Variante nachlesen 😉

Ansonsten gibt es bei dieser Variante weder viel zu beachten noch zu tun o.O

Dafür ist sie trotzdem mein diesjähriger Favorit und musste unbedingt noch vorgestellt werden: einfach wenn der Rhabarber schon auf die richtige Konsistenz eingekocht ist Orangenpfeffer, bzw. Orangenschale und Pfeffer, sowie den gaaaanz fein gehackten Thymian dazugeben.

Fertig 😀

~*~

Keks

Fastfood-Kampfansage

16 Mai

Auch wenn ich es nur als Erfahrungsbericht in meinem Japanischkurs gehört habe: was bei uns der Dönerstand um die Ecke ist, das sind in Japan die Okonomiyaki-Stände.

お好み焼き heißt so viel wie „brate was du willst“ und wird häufig als Japanische Pizza bezeichnet… finde ich nicht so treffend, weil die Basis eigentlich eher ein Pfannkuchen mit viiiieeeel Weißkohl ist, aber anyhow:

Hier gibt es diesmal das Rezept für genau diese Belegfläche, auf die normalerweise vor dem Wenden alle Zutaten geschmissen werden, die man gern hat. Wir machen sie gern als Beilage zu asiatischem Gemüse und so stelle ich sie auch mal vor.

Super sind Okonomiyaki aber auch als Univerpflegung.

 

~*~

Okonomiyaki mit Teriyaki-Gemüse

Zutaten:

Für das Okonomiyaki:

  • ¼            Stk         Weißkohl
  • 1             Stk         Ei
  • 3-4         EL           Mehl
  • 100         ml           Dashi (oder leichte Gemüsebrühe)
  • 1             EL           geröstetes Sesamöl
  • Etwas                   Salz, Paprika edelsüß, Cayennepfeffer, Krukuma, Worchestersauce
  • Optional              ein wenig Backpulver

Für das Teriyaki-Gemüse:

  • 1             Stk         Aubergine
  • 1             Stk         rote Zwiebel
  • 1             Stk         Zucchini
  • Alternativ           auch jedes andere Gemüse, das sich gut braten lässt und im Kühlschrank liegt
  • 3             EL           geröstetes Sesamöl
  • 3             EL           Teriyakisauce
  • 1             EL           Sesam
  • Etwas                   Sojasauce, Reisessig

Zubereitung:

Da wir uns heute in japanischen Gefilden aufhalten, braucht es für die Schnibbelei ein scharfes Messer (oder Europäer-gerechter: einen guten Hobel mit feiner Einstellung): Den Weißkohl so dünn wie möglich in Streifen schneiden und auch das Gemüse relativ fein in Scheiben.

In einer Schüssel das Ei verquirlen, das Mehl einrühren und langsam Dashi dazugeben, bis ein dünnflüssiger Teig entstanden ist. Der darf dann gerne nachgewürzt werden – auch wenn es nicht ganz „original“ ist, aber nötig ist es besonders dann, wenn ihr kein Dashi bekommen konntet, sonst ist der pure „Pfannkuchen“ etwas dröge. Wer möchte kann den Teig mit Backpulver fluffiger gestalten. Auf jeden Fall sollte er aber eine Weile ruhen.

So lange den Teriyakisauce noch mit etwas Sojasauce und Reisessig runder machen, je nach deren Qualität kann ein bisschen Zucker oder Salz gut tun.

Anschließend wird mit allem Gemüse gleich verfahren: in die knall-heiße, geölte Pfanne legen, von allen Seiten scharf anbraten und dann erst mit der Teriykaimarinade bestreichen. Auch in diesem Zustand noch einmal durch die Pfanne ziehen, aber aufpassen, dass es wirklich nur zum Karamellisieren und nicht zum Anbrennen kommt!

Wenn dann die letzte Gemüsesorte an der Reihe ist, die Weißkohlstreifen gut mit dem etwas aufgequollenen und zäher gewordenen Teig vermischen und das Ganze in einer Pfanne wie einen Pfannkuchen braten, wobei am Ende gern noch ein paar Spritzer Wochestersauce dazu gegeben werden dürfen.

Um das Gemüse perfekt zu machen als Letztes noch Sesam rösten und darüber streuen.

いただきます!

~*~

Keks

P.S.: Wenn sich Unterstützer finden: ich will eine Fastfood-Revolution für Deutschland! Mehr Okonomiyakistände an den Unis und kürzere Warteschlangen vor der Mikrowelle und der Essensausgabe!

Meckern auf hohem Niveau

15 Mai

Hier eine Variante von Risotto, die einem die beruhigende Illusion von Leichtigkeit vermittelt: der frische Fenchel harmoniert nicht nur wunderbar mit dem Käsearoma, sondern hebt auch seine Schwere ein wenig auf.

Es lohnt sich hier wirklich, in einen guten Käse zu investieren, der nicht böckelig schmeckt, sondern ein angenehmes, intensives Meckern an den Reis bringt.

~*~

Fenchelrisotto mit Ziegenkäse

Zutaten:

  • 80           g             Risottoreis
  • ½            Stk         Fenchelknolle (das Grün auf keinen Fall wegschmeißen!)
  • ½            Stk         Zwiebel
  • 1             Stk         weicher Ziegenkäse (Größe abhängig von Intensität)
  • 1             Zehe     Knoblauch
  • 2             EL           Olivenöl
  • 2             EL           heller, süßlicher Balsamico
  • 100         ml          Weißwein
  • 150         ml          Wasser oder Gemüsebrühe
  • 50           ml          Sahne oder Milch
  • Etwas                   Zucker, Salz, schwarzer Pfeffer
  • Optional             Orangen- oder Zitronenabrieb

Zubereitung:

Wem die halbe Fenchelknolle wenig vorkommt, weil man ja so viel davon wegschneiden muss, der täuscht sich, bzw. verarbeitet den Fenchel anders als die gute Schwäbin 😉

Die grünen „Finger“ zusammen mit dem Grün abschneiden und gegen die Faser in sehr feine Ringe schneiden. Das Grün beseite legen und die restliche Knolle in feine Würfel schneiden, ebenso die Zwiebel. Den Knoblauch und das Fenchelgrün hacken.

Den ersten Löffel Olivenöl in einer Pfanne heiß werden lassen und darin zunächst den Fenchel scharf anbraten. Wenn er schon ein wenig Farbe genommen hat, Hitze ein wenig reduziere und auch Zwiebel und Knoblauch mit in die Pfanne geben. Mit etwas Salz und Zucker bestreuen, dann werden die Zwiebeln schön glasig und der Fenchel kann das erste Mal karamellisieren.

Jetzt den Reis dazu: auch er sollte 2 Minuten mit rösten dürfen, dazu den zweiten Löffel Olivenöl verbrauchen. Das erste Mal ablöschen mit dem weißen Balsamico, der die zweite Karamellschicht um das Ganze legt. Danach darf dann der gute Alkohol aus dem Weißwein verdampfen, ehe die Pfanne auf kleine Hitze gestellt und alles mit Wasser oder Gemüsebrühe aufgefüllt wird.

Nach ca. 10 Minuten könnte der Reis dann so weit bissfest und die Flüssigkeit eingesogen sein: Finish mit Milch oder Sahne, auch den Käse zumindest teilweise gleich einrühren. Wer Bio-Zitrusfrüchte da hat kann ein wenig von ihrer Schale zusammen mit dem Fenchelgrün unterheben.

~*~

Keks

scharfe Rhabarber-Erdbeer-Marmelade

13 Mai Kekskonervierung

Rhabarber-Erdbeer-Marmelade (mit grünem Pfeffer)

Zutaten:

  • 1             kg           Rhabarber
  • 0,5          kg           Erdbeeren
  • 0,7          kg           Zucker
  • 2             TL           eingelegter grüner Pfeffer
  • 2             TL           Agar-Agar
  • 250         ml           Apfelsaft (Wasser, etwas mehr Zucker und etwas Zitrone gehen alternativ auch)
  • optional               Vanille

Zubereitung:

Den Anfang machen wie bei der letzten Einkoch-Session die Vorbereitung von Rhabarber und Gläsern. Das könnt ihr an dieser Stelle dann zusammen mit der ersten Rhabarbermarmeladen-Variante nachlesen 😉

Diesmal werden aber zum Rhabarber zuerst der Apfelsaft und Erdbeeren gegeben. Als erstes den Rhabarber mit dem Agar-Agar vermischen und den Apfelsaft zugeben, sobald es dem Rhabarber allein zu warm wird. Die Erdbeeren könnt ihr auch nach und nach rein schneiden, während alles anfängt zu köcheln. Ich lasse sie gerne sehr grobstückig, weil sie schnell verkochen und der Rhabarber wirklich gut weich werden sollte. Deshalb wirklich 8 – 10 Minuten blubbernd kochen lassen.

Währenddessen schon mal den grünen Pfeffer sehr fein hacken – selbst ich beiße beim Frühstück nicht gerne auf ein Pfefferkorn, auch wenn das garantiert wach macht.

Wer eine stückchenlose Marmelade möchte sollte trotzdem pürieren, bevor er oder sie die Marmelade mit Pfeffer und Vanille abrundet. Das wäre nämlich schon der letzte Schritt.

Kochend heiße Marmelade dann in die Gläser füllen und versuchen, sich dabei weder an den heißen Gläsern noch an den Deckeln noch am Topf noch an der Marmelade zu verbrennen. Ja, ich habe diesmal gelitten…

Deckel drauf, auf selbigen Stellen, warten bis sich ein „Vakuum“ gebildet hat (5 – 15 Minuten) fertig.

~*~

Keks

Ausflug ins grüne Italien

10 Mai

Ich bin keine Absolutistin… aber das hier ist wirklich DIE Zubereitung für grünen Spargel schlechthin. Deprimierend einfach. Von dem Geschmack lässt man sich aber gerne trösten 😀

~*~

Gebratener Grüner Spargel

Zutaten:

  • 300         g             (dünner) grüner Spargel
  • 1             Zehe     Knoblauch
  • 2             EL           Olivenöl
  • 2             EL           dunkler Balsamico
  • Etwas                   Salz, schwarzer Pfeffer
  • Optional              frischer Basilikum

 

Zubereitung:

Heute kurz und schmerzlos:

Knoblauch hacken. Die holzigen Enden vom Spargel abschneiden und bei dicken Stangen auch das untere Drittel mit dem Sparschäler schälen. Das war’s an Vorbereitung.

Olivenöl in einer großen,  beschichteten Pfanne erhitzen und die Spargelstangen so reinlegen, dass die Köpfe am Pfannenrand liegen, bzw. sich daran hochbiegen. Mit einer ersten Prise Salz würzen und so lange auf einer Seite braten, bis sich die Stangen verbiegen lassen und leicht gebräunt sind. Dann alle wenden, den Knoblauch dazu geben und weiter braten lassen bis der Spargel fast gar ist.

Mit dem Balsamico ablöschen und auf kleine Flamme stellen, dabei den Spargel gut durchschwenken, sodass alle Stangen von einer klebrig-glänzenden Schicht karamellisierten Balsamicos überzogen sind.

Zum Schluss idealerweise grobes Meersalz darüber streuen, Pfeffer frisch darauf mahlen und vielleicht auch ein wenig frischen Basilikum dazu rupfen.

~*~

P.S.: begleitet wurde der grüne Spargel dieses Wochenende bei uns mit den wohl genialsten „Resten“ seit langem: Pulpo in Tomaten-Paprika-Sauce und grüne, selbergemachte und liebevoll „Aliennudeln“ getaufte Bandnudeln

Keks

Arbeits-Feiertags-Schlemmen

3 Mai

Als brave Studentin, die sich an normalen Werktagen nicht wirklich aufs Arbeiten konzentrieren kann habe ich am Tag der Arbeit wirklich gearbeitet…. (und damit meine ich glücklicherweise auch mal die Uni und nicht nur die Marmeladenproduktion)

Zur Belohnung gab es dann ein kleines Feiertagsessen am Abend: die im Tiefkühler gehüteten, aufgesparten Garnelen in einer scharfen Marinade…  darauf hab ich mich den ganzen Tag gefreut 🙂

Als Begleiter kam natürlich nur das Beste aus der Asiasammlung in Frage: cremig, scharf, süß, säuerliche Soße und Gemüse zu feinen Soba. Glück auf Raten  *—*

~*~

Rotsüße Currysoba mit scharfen Garnelen

Zutaten:

  • ¼            Stk         Chinakohl
  • ¼            Stk         Fenchel
  • 1             Stk         rote Paprika
  • 1             Stk         weißer Rettich  (ca. 10cm)
  • 1             Stk         Zwiebel
  • 1             Stk         Ingwer (ca. 1cm)
  • 1             Zehe     Knolauch
  • 100         g             Sobanudeln
  • 3             Stk         Riesengarnelen
  • 2             TL           rote Currypaste
  • 2             EL           Sesamöl, geröstet
  • 100         ml           Sojamilch
  • 1             EL           Oystersauce
  • 2             EL           Reisessig
  • 1             EL           Zucker
  • ½            TL           Misopaste (dunkel)
  • Etwas                   Koriandersamen, Chili, Cayennepfeffer, Kafirlimettenblätter, frischer Koriander, Salz

Zubereitung:

Die erste Tat ist eine traurige: Garnelen aus dem Tiefkühler holen… wer frische auftreiben kann: bitte tut es! Es lohnt sich!

Also: Feiertagsessen, das heißt es muss auch gehobenere Optik her. Deshalb alles Gemüse in möglichst gleich hauchdünne Streifen schneiden, dabei den Strunk und das Grün oder Gelb des Chinakohls voneinander trennen. Knoblauch und Ingwer werden gehackt.

Wieder einmal sollte die Pfanne, bevor sie in den Dauereinsatz wechselt richtig heiße werden und mit Sesamöl versorgt werden. Das Gemüse in der Reihenfolge hart –> weich einzeln scharf anbraten. Dabei darf der Fenchel mit dem Zucker karamellisiert und jede Fuhre mit ihrem eigenen Teil Currypaste gewürzt werden.

Währenddessen könnt ihr auch schon Nudelwasser aufsetzen und die Soba kochen.

Am Schluss landen Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Chinakohlblätter in die Pfanne. Bevor das Grün anbrennen kann das restliche Gemüse dazu geben und mit Oystersauce und Sojamilch ablöschen. Dabei darf die Hitze immer noch relativ stark sein: die Sojamilch sollte ca. 1 Minute richtig kochen, dann entwickelt sie eine cremige Konsistenz und fängt an nussig zu riechen und zu schmecken.

So, fast fertig: mit Kafirlimettenblättern, Miso, Salz und Essig  wird der Geschmack rund gemacht.

Wenn das Gemüse und die Nudeln fertig sind erst kommen die Garnelen an die Reihe: in gemahlener Koriandersaat, Chili(-Chutney) und Cayennepfeffer wenden, salzen und sofort in eine richtig heiße Pfanne geben, auf jeder Seite kurz scharf anbraten. Währenddessen die Nudeln zum Gemüse geben und durchrühren.

Wenn alles gut gegangen ist, kann alles gleichzeitig heiß auf einen Teller wandern und dort mit frischem Koriandergrün bestreut werden.

~*~

Keks