Archiv | KONSERViErt RSS feed for this section

Paradiesische Ofenhoelle I

22 Okt

Klingt es seltsam makaber oder gerade passend, dass sich ein Keks nach einem Backofen sehnt?

Was meine Wenigkeit als belgischen Spekulatius angeht – ich muss mich nicht mehr sehnen und aergern, dass es ihn nicht gibt, sondern habe enge Freundschaft mit unserem leicht rostgen, etwas veralteten und ziemlich hyperaktiven Backofen geschlossen.

Deshalb gibt es einen ganzen Schwung Reszepte fuer leckeres aus der Ofenhoelle, bunt gemischt:

Als erstes ein ziemlich verunglueckter Versuch, kanadische Backzutaten dazu bringen zu wollen, ein Stueck typisch deutsche Backwerkskunst zu fabrizieren; trotzdem muss ich gestehen, dass der maplesyrup in der Glasur das beinahe wieder rausreissen kann 😉

Glasierter Hefezopf

(definitiv nicht mit Brotmehl nachzumachen)

Zutaten:

    ½ kg Mehl

  • 1 Scheibe Butter ( so 5cm von einem Paeckchen runtergeschnitten)
  • 1 Tasse (aber ein richtiger Mug) Milch
  • 1 Tasse Zucker
  • 2 Hand voll Rosinen
  • 2 TL Trockenhefe – frische macht sich besser!
  • 2 TL Ahornsirup und etwas zusaetzlicher Zucker
  • 1 TL Zimt
  • ½ TL Salz

    Was es nicht gab, aber bestimmt toll waere…

    • Kardamom, Muskatnuss, Nelken in dezenten Mengen und vielleicht auch nur eine Auswahl, auf jeden Fall aber frisch gemahlen
    • Zitronen oder Orangenabrieb
    • Vanille

Zubereitung:

    1. Wer keine frische Hefe auftreiben konnte, testet als erstes ob das seltsame Granulat, dass er als Ersatz erstanden hat, noch Leben enthaelt: 1 TL Zucker in Baby-Bad warmem Wasser aufloesen und die Trockenhefe einruehren. Abdecken und ein Weilchen stehen lassen – die Hefe sollte sich dann mit Blubbern und Schaeumen zu den Lebenden melden.
    2. Falls sich eine lebende Hefekultur gefunden hat, kann auch die Milch mit der Butter und dem Zucker vorsichtig erwaermt werden, sodass sich der Zucker vollstaendig aufloesen kann.
    3. Weil Hefe ein furchtbares Sensibelchen bezueglich Temperaturen ist, abwarten bis das Milchgemisch unter 40°C warm ist. Waehrenddessen kann man schon mal das Mehl mit den Gewuerzen und den Rosinen versehen, es zu einem Huegel auftuermen und eine Kule in der Mitte formen.
    4. Erst unter optimaler Waerme alle Fluessigkeiten vermischen und so viel in die Mitte des Mehlberges geben, wie es seine Hoehe erlaubt.
    5. Laaaangsam und vorsichtig lasse man dann in Sandkastenerinnerungen aufleben und mansche so lange, bis alle Fluessigkeit in den Teig eingearbeitet ist. Bei Bedarf Mehl oder Wasser nachlegen.
    6. In freudiger Erwartung der kleinen Kalorienbombe: Teig kneten, schlagen, kneten, schlagen… ca. 10 Minuten dauert es, bis normales Mehl seinen Kleber ausgebildet hat. Seltsames, kanadisches Brotbackmehl laesst sich anscheinend das Doppelte an Zeit
    7. Der elastische, noch etwas klebrige Teig darf es sich dann zur Wiedergutmachung an einem warmen, trockenen Plaetchen gemuetlich machen: am besten ab ins Bett mit ihm, Tuch und Decke drueber und ein schoenes Stuendchen Mittagsschlaf vergehen lassen.
    8. Weil Faulheit aber eine Suende ist den Teig danach nochmal kraeftig schlagen, bis man nichts mehr davon ahnt, dass er wieder klebirger geworden und aufgegangen ist.
    9. Man koennte hier jetzt auch eine Endlosschleife setzen, aber wenn das Prozedere 2-3 Mal durchgefuehrt wurde, ist der Teig bereit fuer den Ofen: direkt vor dem Backen wird er nur sanft in Form gebracht: Wer kann teilt den Teig in 3-5 Straenge und flechtet sie zu einem Zopf.

  1. Bei 200°C oder 180°C Umluft, in Begleitung von einem Schaelchen Wasser darf es sich der Hefezopf dann fuer ca. 45 Minuten im Ofen bequem machen
  2. Ca. ab Halbzeit kann zusaetzlich alle 10 Minuten eine Glasur aus Wasser, Maplesyrup und evtl. etwas Zucker auf die Oberflaeche getraeufelt oder gestrichen werden. Sie macht eine feine, leichte Kruste und karamellisiert ganz wunderbar, sollte aber nicht unbedingt mit Oberhitze kombiniert werden.

Ich bekomme ja eigentlich Magengrummeln von warmem Hefeteig… aber er schmeckt einfach zu gut, frisch aus dem Ofen! Ausserdem kann man beim Anschneiden gleich sehen wie wunderbar der Teig aufgegangen ist – oder beim ersten Bissen darueber spekulieren, wieso er es nicht getan hat.

Trotzdem: Cheers!

Keks

Advertisements

letzte (?) Rhabarber-Session

19 Mai

Here we go again: Jetzt hatten sie doch glatt wieder Rhabarber im Angebot – da musste ich doch glatt noch ein letztes Mal zuschlagen und die Idee umsetzen, die mir beim 20-minütigen in der MRT-Röhre Liegen gekommen ist:

Rhabarber-Marmelade mit Thymian und Orangenpfeffer

Zutaten:

1,5          kg           Rhabarber

0,75       kg           Zucker

1             TL           Orangenpfeffer

2             TL           Agar-Agar

150         ml           Apfelsaft (Wasser, etwas mehr Zucker und etwas Zitrone gehen alternativ auch)

Etwas                    frischer Thymian

optional               Vanille

Zubereitung:

3 Mal muss ich es ja nicht extra eintippen: Das Rhabarber-Marmeladenkochen könnt ihr an dieser Stelle zusammen mit der ersten Variante nachlesen 😉

Ansonsten gibt es bei dieser Variante weder viel zu beachten noch zu tun o.O

Dafür ist sie trotzdem mein diesjähriger Favorit und musste unbedingt noch vorgestellt werden: einfach wenn der Rhabarber schon auf die richtige Konsistenz eingekocht ist Orangenpfeffer, bzw. Orangenschale und Pfeffer, sowie den gaaaanz fein gehackten Thymian dazugeben.

Fertig 😀

~*~

Keks

scharfe Rhabarber-Erdbeer-Marmelade

13 Mai Kekskonervierung

Rhabarber-Erdbeer-Marmelade (mit grünem Pfeffer)

Zutaten:

  • 1             kg           Rhabarber
  • 0,5          kg           Erdbeeren
  • 0,7          kg           Zucker
  • 2             TL           eingelegter grüner Pfeffer
  • 2             TL           Agar-Agar
  • 250         ml           Apfelsaft (Wasser, etwas mehr Zucker und etwas Zitrone gehen alternativ auch)
  • optional               Vanille

Zubereitung:

Den Anfang machen wie bei der letzten Einkoch-Session die Vorbereitung von Rhabarber und Gläsern. Das könnt ihr an dieser Stelle dann zusammen mit der ersten Rhabarbermarmeladen-Variante nachlesen 😉

Diesmal werden aber zum Rhabarber zuerst der Apfelsaft und Erdbeeren gegeben. Als erstes den Rhabarber mit dem Agar-Agar vermischen und den Apfelsaft zugeben, sobald es dem Rhabarber allein zu warm wird. Die Erdbeeren könnt ihr auch nach und nach rein schneiden, während alles anfängt zu köcheln. Ich lasse sie gerne sehr grobstückig, weil sie schnell verkochen und der Rhabarber wirklich gut weich werden sollte. Deshalb wirklich 8 – 10 Minuten blubbernd kochen lassen.

Währenddessen schon mal den grünen Pfeffer sehr fein hacken – selbst ich beiße beim Frühstück nicht gerne auf ein Pfefferkorn, auch wenn das garantiert wach macht.

Wer eine stückchenlose Marmelade möchte sollte trotzdem pürieren, bevor er oder sie die Marmelade mit Pfeffer und Vanille abrundet. Das wäre nämlich schon der letzte Schritt.

Kochend heiße Marmelade dann in die Gläser füllen und versuchen, sich dabei weder an den heißen Gläsern noch an den Deckeln noch am Topf noch an der Marmelade zu verbrennen. Ja, ich habe diesmal gelitten…

Deckel drauf, auf selbigen Stellen, warten bis sich ein „Vakuum“ gebildet hat (5 – 15 Minuten) fertig.

~*~

Keks

Rhabarber-Orangen-Marmelade

1 Mai

Rhabarber im Überfluss, Preise im Keller, Feiertag in Sicht:

Keks kann endlich anfangen Marmelade zu kochen 😀

Und weil die Erdbeeren noch nach nichts schmecken oder aus Spanien kommen, meine Orangen im Rucksack gelitten haben und überreif sind: neues Jahr, neue Kombinationen. Die Idee mit dem Rosmarin ist mir beim MRT-Scan gekommen… 20 Minuten still in der Röhre liegen machen kreativ…

Die Mischung aus säuerlichem Rhabarber, süßlich-herber Orange und dem mediterranen Kraut ergibt eine Marmelade, die zum Beginn der Einkochsaison passt: eine Ahnung von süßen Früchten, aber mit einem herben Beigeschmack.

~*~

Rhabarber-Orangen-Marmelade (mit Rosmarin)

Zutaten:

  • 1,5          kg           Rhabarber (im Einkauf)
  • 3             Stk         Saftorangen
  • 0,5          kg           Zucker
  • 1             TL           Agar-Agar
  • Etwas                    Wasser, Rosmarin

Zubereitung:

Als erstes den Rhabarber richtig einkaufen   – damit kann man sich viel Putzen ersparen: schön dünne Stangen aussuchen, die brauchen nicht geschält zu werden. Aber auch der zarteste Rhabarber will vom grünen Blattwerk (Vorsicht: giftig!) und den holzigen Enden befreit werden. Generell sollte man die äußerste Haut abziehen und so auch gleich die gröbsten Fasern mit abziehen.

Währenddessen können die leeren Gläser vorab den großen Topf besichtigen: einmal abgekocht sind sie steril, sodass sich die Marmelade darin schön lange halten kann.

Den Rhabarber in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und zusammen mit Zucker und Agar-Agar in den Topf geben und alles gründlich mischen. Mit ein bisschen Wasser angießen und dann von unten kräftig einheizen.

Während der Rhabarber anfängt zu kochen die Orangen über dem Topf schälen und filetieren, sodass der Saft  darin und nicht in der Spüle landet. Filets in grobe Stücke zerteilen (falls sie nicht von allein zerfallen, noch ein Grund das Ganze über dem Topf zu machen ;)) und zum köchelnden Rhabarber geben.

8 – 10 Minuten soll alles zusammen mindestens kochen: der Rhabarber darf für meinen Geschmack noch stückig sein, sollte aber zu einem guten Teil zerfallen sein. Diejenigen, die sich vor Fasern oder etwas zu beißen auf dem Frühstücksbrot fürchten, nehmen jetzt den Pürierstab zur Hand.

Wer es etwas ausgefallener mag gibt zum Schluss noch eine kleine Hand voll Rosmarin zur Marmelade.

Diese sollte noch kochend heiß sein, wenn sie in die Gläser gefüllt wird. Deckel drauf, auf selbigen Stellen, warten bis sich ein „Vakuum“ gebildet hat (5 – 15 Minuten) fertig.

~*~

Keks

weich gedünstete Japaner

18 Apr

In die wie vielte Runde gehen wir jetzt eigentlich mit den Rettich-Rezepten?

Man weiß es nicht… Fakt ist aber auch: so ein weißer Rettich ist groß, schwer und möchte nicht ewig im angeschnittenen Zustand im Kühlschrank liegen. Wahrscheinlich ist das auch der Grund dafür, dass der geneigte Japaner 1001 Arten kennt, ihn zuzubereiten.

Weil ich aber grundsätzlich zu faul bin, ein Rezept nachzuschlagen, zu knauserig um es auszudrucken und es mir zu umständlich ist, ständig zwischen Laptop und Küche hin und her zu tingeln, hier meine ganz eigene Variante der beliebtesten japanischen Zubereitung:

Rettich weich gedünstet in einer würzigen Sojasauce

~*~

Gedünsteter Rettich

Zutaten:

  • 1             Stk         weißer oder schwarzer Rettich
  • 1             Stk         Zwiebel
  • 1             Zehe     Knoblauch
  • 1             EL           gehackter Ingwer
  • 1             EL           Currypaste (vorzugsweise grüne)
  • 1             EL           Sesamöl, geröstetes
  • 2             TL           schwarzer Kümmel
  • 1             TL           Teriyakisauce
  • 25-50     ml           Sojasacue (dunkle)
  • 25           ml           Reisessig
  •                 etwas   Chilli, Salz, Mirin, frischer Koriander

Zubereitung:

Den schwarzen Rettich auf jeden Fall, den weißen bei Bedarf schälen, halbieren oder Vierteln und in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel in Streifen schneiden, den Knoblauch und den Ingwer hacken.

Eine Pfanne mit dem Sesamöl erhitzen: Darin den Rettich mit der Currypaste anbraten. Wenn sich die Paste gut verteilt hat und der Rettich Farbe genommen hat dürfen auch Zwiebel, Knoblauch und Ingwer in der gleichen Pfanne mit schwitzen. Solange die Zwiebeln weich werden den Kümmel im Mörser zerstoßen und anschließend dazu geben. Einen eleganten Schwenk aus dem Handgelenk wagen und dann die Hitze reduzieren.

Eigentlich war das schon die meiste Arbeit: jetzt dürfen zuerst die Teriyakisauce und danach die Sojasauce nach dem dazugeben karamellisieren, bevor mit Reis- und Mirinessig abgelöscht wird. Bei Bedarf sollte Wasser nachgelegt werden: der Rettich sollte einmal knapp mit Flüssigkeit bedeckt sein.

So darf er dann auf kleiner Flamme köcheln bis die Flüssigkeit fast ganz verdampft ist und die Scheiben schön weich, aber noch nicht zerfallen sind.

Zum Abschmecken erst salzen, dann mit Chilli mangelnde Ingwer-Schärfe ausgleichen.

Den Rettich kann man dann einfach so mit frischem Koriander bestreut als Vorspeise oder Beilage warm oder kalt verwenden, aber auch als Einlage für Ramen – also asiatische Nudelsuppe mit allem drin, was sich noch so im Kühlschrank findet – eignet sich das Gemüse wunderbar.

Reste halten sich prima im Kühlschrank und für den späteren Verzehr dann direkt als eine Art Salat.

~*~

Keks

noch ein Klassiker: Krautsalat

17 Apr Kekskonervierung

Diesmal ein echter Appetitanreger: Wer Krautsalat machen will, dem wird der Mund nicht nur vom Kümmelduft wässrig, sondern der darf auch Hunger bekommen vom Schneiden, Mörsern und Kneten.

Dafür hat man dann aber auch lange etwas von seinen Anstrengungen: der Salat konserviert sich quasi von selbst und sollte sogar vor dem Essen noch ein Weilchen stehen und ziehen dürfen.

Ideal also als Beschäftigungstherapie für kochwütige, die sich noch nicht ganz entscheiden können, was sie wirklich kochen wollen 😉

~*~

 

Weißkrautsalat

 

Zutaten:

  • ½            Kopf      Weißkohl
  • 2             TL           Kümmel
  • 2             EL           saurer, heller Essig (Weißwein- oder Reisessig)
  • 1             TL           Zucker
  • 1             EL           Salz

Zubereitung:

Den Weißkohl mit einem möglichst großen, möglichst scharfen Messer halbieren. Jetzt eine Strategie zurechtlegen, wie man am besten die dünnsten Streifen daraus schneiden kann. Ich halbiere dazu die Hälfte noch einmal mit dem Messer und teile die beiden Viertel per Hand nochmal in einen äußeren und einen inneren Teil.

so fein sollten die Streifen in etwa sein - feiner ist natürlich immer besser, aber das bekommt wohl nur Vogel hin XD

Was ihr jetzt an Schneidearbeit investiert, braucht ihr nachher nicht wegkneten: je dünner die Streifen, die ihr schneidet, desto besser. Wenn das geschafft ist, dürft ihr zur Abwechslung eine andere Muskelgruppe beanspruchen und den Kümmel mit einem Teil Salz im Mörser zermahlen.

Zusammen mit dem Zucker und dem restlichen Salz den Kümmel  zum Weißkohl in eine große Schüssel geben. Das Kneten erledigt sich am besten in der sauberen Spüle – da kann das Kraut dann durch die Gegend fliegen wie es will und weil die ein bisschen tiefer liegt könnt ihr euch so richtig mit dem ganzen Körpergewicht auf das störrische Kraut stürzen.

Wenn die Kohlstreifen in ihrer Struktur dann endlich gebrochen sind, den Essig dazu geben und ein erstes Mal abschmecken: meistens muss noch nachgesalzen oder gezuckert werden – mit mehr Essig ist auch mehr Vorsicht geboten:  beim Durchziehen entwickelt der Krautsalat nochmal ein bisschen eigene Säure.

~*~

Keks

Mediterraner Alleskönner aus dem Innersten

9 Apr

Hier noch eine Variation aus Vogels Entenleber-Fund:

Das Rezept eignet sich nicht nur, um eine leckere Vorspeise zuzubereiten, sondern auch als Basis für eine Würzpaste, Pastete oder einen intensiven Brotaufstrich.

Entenleber mediterran

Zutaten:

Entenleber mediterran

  • 100 g    Entenleber
  • 1 mittelgroße Zehe Knoblauch
  • 2 Stk      getrocknete Tomaten
  • 6 Stk      Oliven, schwarz
  • ½ Stk     kleine rote Zwiebel,
  • Rosmarin
  • Olivenöl

Zubereitung:

Bei der Leber immer die Haut entfernen, ansonsten zieht sie sich nicht beleidigt zurück, sondern um die Leber herum zusammen und wird so zum unzerbeißbaren Hindernis bei jedem Versuch, an das zarte Innere zu kommen.

Im Inneren der Leberchen die Adern entfernen, falls ihr auf welche stoßen solltet. Meistens erkennt man sie von Außen als blutigen Fleck. Dort dann vorsichtig die Leber einschneiden und mit der Hand oder der Pinzette das Blutgefäß herausziehen.

Alle anderen Zutaten fein hacken und dabei vermischen.

Leber kurz vor dem anbraten in die Würzmischung marinieren und in Olivenöl anbraten. Nach kurzer (!) Zeit wenden. Anschließend mit Balsamico und etwas trockenem Rotwein ablöschen. Sofort danach kann diPfanne auch schon komplett von der Hitze genommen werden, sonst wird der karamellig-klebirge Überzug aus Wein und Essig schwarz und bitter.

Jetzt entweder die ganzen Stücke mit Salat oder Gemüse servieren oder so essen – ein letztes bisschen grobes Meersalz kann je nach verwendeten Oliven noch der letzte Schliff sein. Oder aber ihr verarbeitet alles gleich weiter (sollten Reste auf dem Teller liegen bleiben… also nur für den unwahrscheinlichen Fall: mit diesen kann ebenso verfahren werden):

Mit einer Gabel die Leber zerdrücken, sodass eine grobe Paste entsteht. Diese in ein Glasschälchen umfüllen und gut abdecken oder in einem Schraubglas weiter aufbewahren – in jedem Fall aber in den Kühlschrank damit!

Süßholzraspeln auf Japanisch

9 Apr

Karottensalat ist eigentlich immer lecker – leider aber auch immer wieder ähnlich. Dieses Rezept ist für eine liebe Freundin entstanden: es sollte ein Salat sein, orange und lecker. Das Ergebnis:

eine scharfe, erfrischende Variante geraspelter  Möhrchen bei der sich der süßliche Geschmack von Möhren perfekt mit der Schärfe des Ingwers und dem nussigen, gerösteten Sesam ergänzt.

Karotten-Ingwer-Salat

 

Zutaten:

  • 3 Möhren
  • ½ säuerlicher Apfel
  • Saft von 1 Orange
  • 2 EL Essig (Reisessig oder Weißweinessig)
  • 1 EL gerösteter Sesam
  • 1 EL Sesamöl geröstet
  • 2 EL fein gehackter oder geriebener frischer Ingwer
  • 2 EL fein gehackter eingelegter Sushiingwer
  • Koriandersamen, Salz

 

Zubereitung:

Die Möhren gut abbürsten oder schälen und grob raspeln. Den frischen Ingwer fein hacken oder reiben. Wer zusätzlich noch Sushiingwer verwenden möchte schneidet davon eine Hälfte in feine Streifen, die andere Hälfte wird fein gehackt. Den Apfel entkernen und zu den Möhren und dem Ingwer raspeln.

In einer Pfanne den Sesam rösten, bis er sich in der Pfanne „zu Wort meldet“ – er fängt ganz leise an zu knistern. Gegen Ende des Röstvorgangs auch die im Mörser zerstoßenen Koriandersamen mit in die Pfanne geben.

Alles zusammen mit Essig, Öl  und Salz in einer Schüssel gut vermengen und ca. 1 Stunde ziehen lassen. Dann kann probiert und eventuell mit Salz und/oder Essig nachgearbeitet werden.

~*~

Im Kühlschrank hält sich dieser Salat wunderbar in fertiggestellter Version – ideal für Zwischendurch als Nothunger-Stiller beim Kochen oder als Beilage, für die man eigentlich keine Zeit mehr hat.

Dress Up: Grünzeug braucht nicht öde sein!

31 Mrz

Wir LIEBEN Salat… vor allem im Sommer  😀

So richtig lecker sind Blattsalat, Möhre und co. aber erst, wenn man ihnen noch eine Kleinigkeit mehr angedeihen lässt: das richtige Dressing macht den Unterschied. Damit es nicht langweilig wird, haben wir angefangen zu sammeln: Wer immer nur Essig, Öl, Salz und Pfeffer zu einer Standardsoße zusammenrührt, der verpasst das Beste!

Auf der Seite Dress Up sammeln wir für euch Ideen für Dressings, deren Reste nach dem Essen nicht in den Abfluss gegossen werden – viel zu Schade!

Konserven – aber bitte aus eigener Herstellung

30 Mrz

Okay, wir geben es zu: manchmal wollen wir auch nur den Kühlschrank aufmachen und einfach so etwas leckeres auf der Gabel haben, ganz ohne dass der Herd angeschmissen werden muss.

Deshalb gibt es hier  noch ein paar Rezepte abseits vom frisch gekochten, gebratenen, gerührtem, gebackenem… wo waren wir stehengeblieben?

Richtig! An dieser Stelle soll es mal um’s Haltbarmachen gehen: ab mit dem Endprodukt in Gläser und Boxen – und auch wenn es schwer fällt: wegstellen. Danach gibt’S dafür dann auf Abruf Lecker 😉