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Fastfood-Kampfansage

16 Mai

Auch wenn ich es nur als Erfahrungsbericht in meinem Japanischkurs gehört habe: was bei uns der Dönerstand um die Ecke ist, das sind in Japan die Okonomiyaki-Stände.

お好み焼き heißt so viel wie „brate was du willst“ und wird häufig als Japanische Pizza bezeichnet… finde ich nicht so treffend, weil die Basis eigentlich eher ein Pfannkuchen mit viiiieeeel Weißkohl ist, aber anyhow:

Hier gibt es diesmal das Rezept für genau diese Belegfläche, auf die normalerweise vor dem Wenden alle Zutaten geschmissen werden, die man gern hat. Wir machen sie gern als Beilage zu asiatischem Gemüse und so stelle ich sie auch mal vor.

Super sind Okonomiyaki aber auch als Univerpflegung.

 

~*~

Okonomiyaki mit Teriyaki-Gemüse

Zutaten:

Für das Okonomiyaki:

  • ¼            Stk         Weißkohl
  • 1             Stk         Ei
  • 3-4         EL           Mehl
  • 100         ml           Dashi (oder leichte Gemüsebrühe)
  • 1             EL           geröstetes Sesamöl
  • Etwas                   Salz, Paprika edelsüß, Cayennepfeffer, Krukuma, Worchestersauce
  • Optional              ein wenig Backpulver

Für das Teriyaki-Gemüse:

  • 1             Stk         Aubergine
  • 1             Stk         rote Zwiebel
  • 1             Stk         Zucchini
  • Alternativ           auch jedes andere Gemüse, das sich gut braten lässt und im Kühlschrank liegt
  • 3             EL           geröstetes Sesamöl
  • 3             EL           Teriyakisauce
  • 1             EL           Sesam
  • Etwas                   Sojasauce, Reisessig

Zubereitung:

Da wir uns heute in japanischen Gefilden aufhalten, braucht es für die Schnibbelei ein scharfes Messer (oder Europäer-gerechter: einen guten Hobel mit feiner Einstellung): Den Weißkohl so dünn wie möglich in Streifen schneiden und auch das Gemüse relativ fein in Scheiben.

In einer Schüssel das Ei verquirlen, das Mehl einrühren und langsam Dashi dazugeben, bis ein dünnflüssiger Teig entstanden ist. Der darf dann gerne nachgewürzt werden – auch wenn es nicht ganz „original“ ist, aber nötig ist es besonders dann, wenn ihr kein Dashi bekommen konntet, sonst ist der pure „Pfannkuchen“ etwas dröge. Wer möchte kann den Teig mit Backpulver fluffiger gestalten. Auf jeden Fall sollte er aber eine Weile ruhen.

So lange den Teriyakisauce noch mit etwas Sojasauce und Reisessig runder machen, je nach deren Qualität kann ein bisschen Zucker oder Salz gut tun.

Anschließend wird mit allem Gemüse gleich verfahren: in die knall-heiße, geölte Pfanne legen, von allen Seiten scharf anbraten und dann erst mit der Teriykaimarinade bestreichen. Auch in diesem Zustand noch einmal durch die Pfanne ziehen, aber aufpassen, dass es wirklich nur zum Karamellisieren und nicht zum Anbrennen kommt!

Wenn dann die letzte Gemüsesorte an der Reihe ist, die Weißkohlstreifen gut mit dem etwas aufgequollenen und zäher gewordenen Teig vermischen und das Ganze in einer Pfanne wie einen Pfannkuchen braten, wobei am Ende gern noch ein paar Spritzer Wochestersauce dazu gegeben werden dürfen.

Um das Gemüse perfekt zu machen als Letztes noch Sesam rösten und darüber streuen.

いただきます!

~*~

Keks

P.S.: Wenn sich Unterstützer finden: ich will eine Fastfood-Revolution für Deutschland! Mehr Okonomiyakistände an den Unis und kürzere Warteschlangen vor der Mikrowelle und der Essensausgabe!

Vogel

12 Apr

… kommt in die Küche geflattert und schaut sich erst mal die Küche an: Als gelernter Koch, der mit Ausbildungszeit 5 Jahre professionelle Küchenerfahrung mitbringt und auch schon in der Zeit davor gekocht hat erwartet man sich ein wenig mehr von einer Küche – aber dazu später.

Hier kommt also der rationelle männliche Part im Keksvogelteam dazu.

Bevor es mit Vogel in die Küche ging, war erst mal eine längere Schulzeit dran, direkt aufs Abi folgte dann ohne wirkliche Pause der Übergang zur Ausbildung. Nach Startschwierigkeiten in der eigentlich geplanten Küche, lief auf einemal alles komisch und war durcheinander – und auf einmal war ich in der Küche, in der ich die Ausbildung schließlich beendete und auch noch einige Zeit länger blieb.

Bis sich wieder einmal alles veränderte und ich mit meinem Studium anfangen konnte: Medizin. Was hat nun kochen mit Medizin zu tun? Naja, überlegt euch mal, dass alles was wir brauchen an sich über unseren Mund aufgenommen wird. Ich habe also die Zusage für Medizin bekommen und von der Ökotrophologin Birgit als Abschiedsgeschenk mit einem Augenzwinkern eine KONSERVEndose mit Ravioli eines namenhaften Herstellers bekommen, mit dem Kommentar:

„Als Student wirst Du dann nicht mehr so viel Zeit haben zu kochen.“

Ich nehme diese Herausforderung mit Augenzwinkern an, und freue mich, Ihr diese Dose ungeöffnet am Ende des Studiums zeigen zu können.

Das was ich da an Erfahrungen gesammelt habe, werde ich zusammen mit unserem krümelnden Spekulatius mit euch teilen

Aber wir erhöhen den Schwierigkeitsgrad noch einmal: Die Wohnung, die ich gefunden habe hat ganze ZWEI!!! Herdplatten, ein sehr kleines Spülbecken und dazwischen etwa 30 cm x 80 cm „Arbeitsfläche“ (zum Glück haben meine Vormieter einen improvisierten Tisch zum Ausklappen in der Küche aufgebaut). Und es lässt sich auch damit was leckeres kochen, also keine Ausreden, dass die Küche zu klein ist!

Keks

2 Apr

… und zwar nicht irgendeiner, sondern ein belgischer Spekulatius (nicht so ein übersüßtes Weihnachtsbilliggebäck!) 😛

Ich bin die weibliche, also die rationale, Hälfte des Keksvogel-Teams.

Wie ich zu einem belgischen Süßgebäck wurde… ist eine lange Geschichte, aber diee erste Hälfte – also das belgisch – lässt sich noch leicht erklären: als Soldatenkind habe ich die letzten 7 Jahre vor meinem Abi in Brüssel gelebt.Und manchmal krümele ich eben… also bin ich wohl ein Speculoos, oder nicht?

Dass wir von Konstanz aus servieren ist auch mir geschuldet – ich studiere am zweitsonnigsten Flecken Deutschlands Psychologie und weiß also, wie ich euch am besten davon überzeugen kann, dass das, was wir hier so vorstellen, auch wirklich schmeckt 😉

Kochen gelernt habe ich nie wirklich. Ich tu’s trotzdem seit über 6 Jahren regelmäßig. Von meiner Mom stammen noch die Basics der guten, schwäbischen Hausmannsküche und der Rest: learning by doing, trying, experementing…

Ich finde: in der Küche ist erlaubt was schmeckt! Und das ist eigentlich alles – wenn man es richtig anstellt. eine Ausnahme mache ich (aber das war auch eine traumatische Erfahrung): Bananen. Solltet ihr also irgendwoin diesem Blog auf das krumme Obst stoßen: das war garantiert Vogel.

 

Alles weitere über mich ist eine einzige m.e.s.s., deshalb brauch es dafür auch einen ganz anderen Blog, der das Chaos aus Psychologie, Kunst, Erleben, Wissenschaft, Schreiben…. irgendwie „ordnen“ soll.

Wenn es euch interessiert, dann schaut vorbei: Mind.Eye.Soul.Senses

Konserven – aber bitte aus eigener Herstellung

30 Mrz

Okay, wir geben es zu: manchmal wollen wir auch nur den Kühlschrank aufmachen und einfach so etwas leckeres auf der Gabel haben, ganz ohne dass der Herd angeschmissen werden muss.

Deshalb gibt es hier  noch ein paar Rezepte abseits vom frisch gekochten, gebratenen, gerührtem, gebackenem… wo waren wir stehengeblieben?

Richtig! An dieser Stelle soll es mal um’s Haltbarmachen gehen: ab mit dem Endprodukt in Gläser und Boxen – und auch wenn es schwer fällt: wegstellen. Danach gibt’S dafür dann auf Abruf Lecker 😉