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Glühwein – Jetzt mal richtig!

4 Dez

Ich muss an dieser Stelle jetzt einfach mal anmerken, dass es teuer ist, in Kanada Wein zu kaufen. Um Keks jetzt mal ein bischen zu ärgern, weil sie für so lange Zeit nach Kanada musste, gibts jetzt mal ein leckeres Rezept für einen schönen Glühwein (mit 2! Flaschen Wein 😉 )

Hier also das Rezept (für 2 l):

2             Stk         Flaschen Rotwein

Glühweingewürz (selbergemacht)

400         ml           Orangensaft

200         g             Zucker

6-10       cl             Rum

 

Glühweingewürz:

Vanille, Orangenschale von 1 Orange, Zimtrinde, 5 Nelken, 4 Pimentkörner,    2 Sternanis, 2 Kapseln Kardamon

Glühwein
 

 

 

 

 

 

Zubereitung

Einen Abend vorher den Wein in einen Topf geben und die Gewürze zufügen. Abdecken und stehen lassen ( auch wenn die Versuchung groß ist).  Am nächsten Tag gegen Abend in einer Pfanne den Zucker karamelisieren und mit Orangensaft ablöschen und den Karamel auflösen. Wenn alles aufgelöst ist den Rum dazugeben und mit dem Wein vermischen. Jetzt den Wein erhitzen aber NICHT!!! Auf keinen Fall!!! Kochen lassen. Wenn  der Glühwein heiß ist in eine Thermoskanne füllen und genießen.

Damit angeschwipste Grüße nach Kanada :-*

 

 

Pizza. Punkt.

6 Nov

Why make simple things complicated, if they are simply ingenious as they are? Weiterlesen

Spontaneous Seafood

16 Okt

Luxusprobleme – sie fangen an, wenn es einem das kleine bisschen zu gut geht, um noch wahr zu sein.

VANkitchen breitet sich nicht nur von Sonntagen auf Samstage aus, mittlerweile macht die Kuschel-WG auch schon Tagesausfluege… aber aus dem Naehkaestchen plaudere ich ja eigentlich in mind2mess. Also zurueck zum eigentlichen Thema, worum es hier wirklich geht, der Essenz des Lebens: dem Essen.

Auch hier ist Vorsicht geboten bei zu viel Harmonie und Einigkeit: Wenn sich einfach alles, was der andere vorschlaegt gut anhoert, kommt man naemlich irgendwann nicht mehr zu einer Entscheidung. Hin und her gerissen zwischen den unter der Woche gesponnenen Ideen haben wir deshalb diesen Sonntag einfach alle vorgefassten Plaene ueber den Haufen geschmissen.

Vielleicht unbewusst geprimt von „the crab“ vor dem Museum of Vancouver ging es von dort aus ab nach Granville Island und auf Meeresfruechtefang fuer:

 

Spaghetti and Seafood Sugo

Zutaten (2 Personen):

  • 1 Faust Spaghetti
  • 4-6 Scampi mit Schale
  • 2 Baby-Octopus (gefroren)
  • 1 kleine Paprika
  • ¼ Aubergine
  • ¼ Zucchini
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Schuss Crema di Balsamico
  • 200 ml Tomatensaft oder passierte Tomaten
  • Paprikapulver, Salz, Olivenoel (gern scharf mit eingelegten Chilischoten)

 

Zubereitung:

Der wohl organisierte Pastakoch weiss: als erstes kuemmere man sich um das Wasser, insbesondere wenn Sensibelchen wie Scampi und co. Mit von der Partie sind. Weil die naemlich die unangenehme Angewohnheit haben bei Nicht-Beachtung und gleichzeitiger Warmezufuhr zaeh zu werden, am besten alles ihren Beduerfnissen unterordnen:

Gemuese und Knoblauch sollten fertig geschnitten sein, bevor der Octopus und der Knoblauch als Vorreiter und ca. 2 Minuten nach ihnen die Scampi ins heisse Chilioel wandern. Anders verhaelt es sich natuerlich, wenn man den Mitbewohner zum Schnibbeln abstellen kann, der das parallel erledigt.

Die Bratdauer der Scampi haengt davon ab, ob man noch auf dem Teller mit dem Messer arbeiten will oder nicht: Entfernt man die Schale vorher (und braet sie trotzdem mit an, um den Geschmack nicht zu verschenken!!) ist 1 Minute auf jeder Seite vollkommen ausreichend.

Wenn die Meeresfruechte eine schoene Farbe angenommen haben, muessen sie in einer separaten Schale darauf warten, dass das Gemuese in derselben Pfanne gar wird. Gesellschaft leistet ihm dabei das Lorbeerblatt und das Paprikapulver. Jetzt koennen auch langsam die Spaghetti ins Wasser, denn mit Balsamico glasiert und Tomatensaft abgeloescht ist der Pfanneninhalt quasi schon die fertige Sauce. Abschmecken muss ich hoffentlich nur am Rande erwaehnen…

Sobald die Nudeln gar sind, werden sie mit den Meeresfruechten in das Sugo.

Basta.

Pasta.

Rotwein.

(fuer Freunde des deutschen Films: Tot sein ;))

 

Keks

 

 

 

Apfelkuchen aus der Pfanne

11 Okt

Ja, ihr habt richtig gehört. Es hat nicht jeder das Glück einen Backofen sein Eigen nennen zu können. Und ich gehöre zu denjenigen, die leider darauf verzichten müssen. Besonders blöd, wenn man zu einem Geburtstag eingeladen ist, und dafür einen Kuchen mitbringen möchte – und so wird halt einfach improvisiert.
Und ich kann euch beruhigen – der Kuchen schmeckt genauso gut wie aus dem Ofen, wenn nicht sogar noch etwas saftiger, weil er nicht durch die ganze Heißluft ausgetrocknet wird ( zum Kuchen backen ist an sich Ober- & Unterhitze die beste Möglichkeit, ich vestehe nicht wiso alle so auf Heißluft stehen, aber dazu bald in Educonservation mehr 😉 )

Ihr wollt jetzt schließlich was vom Kuchen wissen, also gehts auch gleich los:

Zutaten:

  • 4             Stück               Eier
  • 150         g                      Zucker
  • 250         g                      Mehl
  • 200         g                     Butter
  • ½            Packung        Backpulver
  • 4             cl                     Rum
  •                                        Vanille, Zitronenabrieb
  • 5             Stück             mittelgroße Äpfel
  • 100         g                     Schokolade, dunkel, grob hackt
  • 50-100  ml                   Milch

Zubereitung:

Der Vorteil an Herbstzeit – es gibt Äpfel, die auf den Wiesen nur darauf warten eingesammelt zu werden. Die Äpfel waschen, in Spalten schneiden und in die Pfanne geben, mit 1-2 EL Zucker und 5 min dünsten lassen. Die Äpfel sollen schon mal etwas vorgegart sein, damit nacher nicht der ganze Kuchen sich mit Apfelsaft vollsaugt.

Währendessen die Zutaten abwiegen und herrichten. Die Zutaten sollten alle Raumtemperatur haben, also wenn man vorhat zu backen, alles am besten 3 Stunden vorher raustellen, oder alternativ kurz auf die Heizung legen – auch eine gute Möglichkeit um vergessene Einkäufe gleich zu verwerten. Die Eier trennen und das Eigelb in eine etxtra Schüssel geben. Das Eiklar mit etwa 1/3 des Zuckers zu einem Stabilen Schnee schlagen (immer eine Prise Salz dazu geben, stabilsiert den Schnee). Das Mehl in eine Schüssel geben, optional durch ein Sieb schütteln damit keine Klümpchen auftauchen und Backpulver dazugeben – wenn natürlich noch das Sieb von den Nudeln vom mittag belegt sein sollte, kann mna sich den Schritt auch gerne sparen.

Jetzt in eine Schüssel, die Butter in Stükchen, zusammen mit dem Zucker schaumig schlagen. Jedes Eigelb einzeln dazugeben und unterschlagen, schließlich noch Vanille, Zitronenabrieb, und – SEHR WICHTIG – den Rum dazugeben. Der Koch empfiehlt bei nicht vorhandenem Rum kreativ zu sein und anderes alkoholisches beizumengen ;-).

Jetzt die Pfanne (am besten beschichtet) mit etwas Butter ausstreichen, die Äpfel kreisförmig hinenlegen – natürlich nur, wer mit dem Kuchen später angeben möchte. Wer faul sein möchte und sich 2 Minuten spart – legts einfach irgendwie verteilt auf den Pfanneboden. (Aber nach der Menge an Schüsseln die ich hier verwende und die gespült werden wollen, kommt es auf 2 Minuten an sich auch nciht an)

Jetzt alles Zutaten zu dem Eigelb-Butter-Zucker-gemisch geben und vorsichtig unterheben (auch Schokostückchen und Milch) Wer noch möchte kann auch gerne grob gehackte Nüsse dazugeben.

Alles vorsichtig verrühren – oder in Fachsprache „unterheben“, so dass keine Mehlnester mehr da sind, aber noch ein bsichen Volumen vom Eischnee vorhanden ist.  Die Masse löffelweise üder die schön geshcichteten Äpfel geben. Nachher alles glatt streichen und auf die Herdplatte stellen und abdecken.

Der Elektroherd sollte für etwa 15 Min auf Stufe 1,5 von 3 stehen. Das ist aber alles nur Theorie: Jeder Elektroherd hat so seine eigene Macke bei der Temperaturregelung. Also egal ob Elektro oder Ceran: etwa halbe Stufe. Danach reduzieren auf 0,5 von 3 Stufen und fertig „backen / braten“ lassen. Es kann evtl notwenig sein den Kuchen einmal zu drehen, wenn die Oberfläche, also spätere Boden nicht richtig durch werden. Wer den Luxus einer zweiten, noch größeren Pfanne hat: Hier auch den Boden einfetten, größere Pfanne über kleinere und einmal alles drehen und nochmal diese Seite für ein paar Minuten braten lassen. Alle Anderen: Holt euch eine zweite größere Pfanne -man weiß nie, wann man sie nicht doch mal brauchen kann.

Nur vorsicht, wenn man einmal mit diesem Kuchen anfängt, gibt es keine Ausrede mehr, warum man keinen mehr mitbringen kann  – „Ich hab keinen Ofen“ zählt zumindest nicht mehr 😉

*Vogel*

Patatas, Poulet, Perfect

1 Okt

Ja, es geht lustig weiter in der Kuschel-WG Kueche international: Der Ofen ist immer noch etwas ganz besonderes, einfach weil er nur durch harte Schrubb-Arbeit benutzbar wurde.

Deshalb wurde der Thanksgiving Braten einfach schon mal vorverlegt – oder zumindest Probe gekocht:

Knuspriges Ofenhuehnchen & Patatas Bravas

Zutaten:

  • ganzes Huhn
  • So viele Knoblauchzehen wie Mitmenschen-vertraeglich
  • 1 Gemuesezwiebel
  • 1 rote Zwiebel (gross)
  • 1 Paprika
  • 4 groessere Kartoffeln
  • 2-3 Zweige Rosmarin
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2-3 Chilischoten
  • Salz, Pfeffer, Thymian, Paprikapulver, Zitronensaft, Olivenoel und Balsamicoessig

Zubereitung:

Als allererstes das Gefluegel inspizieren und entsprechend der Diagnose ausweiden und saeubern. Die Gemuesezwiebel, eine Chilischote und Knoblauch fuer die Fuellung in grobe Stuecke schneiden. Der zurechtgestuzte Vogel darf es sich dann auch schon in der Backform oder im Braeter bequem machen und in Zitronensaft und Olivenoel baden. Salz in und auf das Huhn geben, Rosmarin, Zwiebeln und Knoblauch gehen unter die Haut und fuellen die innere Leere.

Bei 200 Grad (Ober-)Unterhitze ab in den Ofen. Waehrend der ersten Braenungsphase einen Sud aus Balsamico, Salz, Thymian, einer angepressten Knoblauchzehe, Paprikapulver, einem Lorbeerblatt und etwas Wasser aufsetzen und zum Sieden bringen, damit sich die Aromen der Kraeuter darin ausbreiten koennen. Damit kann man den Braten dann nach Lust und Laune uebergiessen, wenn es einen nach einer Nase voll Essensduft geluestet. Angenehmer Nebeneffekt: das Huhn wird lecker und die Haut knusprig.

Je nach Groesse des ehemaligen Federviehs kann man sich jetzt entweder entspannt ans Kartoffelkochen und das restliche Gemuese machen oder – wenn man so wie bei uns gleich fuer den Rest der Woche mit kocht – auch erst mal noch staubsaugen gehen.

Erst wenn das Huhn sich dann nach einer oder zwei Wendungen und einigen Aufguessen entschieden hat, gar, zart und goldbraun zu sein, wird das Gemuese in Olivenoel knackig angebraten, mit Chili, Salz und ordentlich Paprika gewuerzt. Die gekochten Kartoffeln kommen in Scheiben mit in die Pfanne.

Bei ausreichender Hingabe muesste damit auch schon alles fertig und lecker sein. Bratnsosse und restlichen Sud unbedingt aufheben und weiterverwenden! (Und sei es nur zum immer wieder aufkochen, um mit dem Duft die nicht kochende Mitbewohnerin zu quaelen).

An dieser Stelle bleibt mir nur noch eins zu sagen: Danke Gott fuer einen Mitbewohner, der Crema di Balsamico kauft, nicht Tiefkuehlpizza!

Keks

Internationaler Ofenfisch

24 Sep

Was kochen ein Halbspanier mit karibisch-schweizer Mutter und eine Schwaebin in ihrer Vancouver-WG Kueche, wenn sie am Sonntag Abend Lust auf etwas richtig gutes haben? Natuerlich Fisch!

Wir befinden uns ja direkt an der kanadischen Pazifikkueste – dass man dort den ganzen Fisch nur in Chinatown bekommt… eine andere Geschichte, aber Keks hat ja nichts gegen einen Ausflug in die Welt von getrockneten Pilzen, Ginseng Tee und ominösen Gemuesen, alles natuerlich nur mit Wortschriftzeichen beschildert.

Wie dem auch sei: in der Kueche, die seit unserer Ankunft wohl monatelang nur eine Auswaermstation war, kann man leider nur entweder den Ofen oder den Herd benutzen. Also musste fuer den ganzen, am gleichen Tag gefangenen Fisch, ein Rezept improvisiert werden, bei dem alles in die Roehre schaut:

 

Ganzer Tilapia aus dem Backofen

mit Fenchel und Rosmarinkartoffeln

Zutaten (2 Personen):

  • 1 Tilapia
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 Knolle Fenchel
  • 4 fuer nordamerikanische Verhaeltnisse kleine Kartoffeln (also 8 normale europaeische)
  • Grobes Salz
  • Olivenoel
  • Zitronensaft
  • Rosmarin
  • Pfeffer

Zubereitung:

Den Tilapia auswaschen (und ggf. noch ausnehmen und entschuppen). Die Fenchelknolle entblaettern und das Gruen zusammen mit dem geschaelten und halbierten Knoblauch in den Fisch geben, ein wenig Salz und Pfeffer darf auch noch mit ins Innere. So gestopft den Fisch in einer Auflaufform mit Olivenoel uebergiessen und grosszuegig auch von Aussen salzen. Bei ca. 200 Grad Ober-Unterhitze darf er als erstes in den Ofen.

Danach die Kartoffeln vierteln, mit dem Fenchel in einen Topf (nein, wir besitzen auch noch keine grosse Schuessel) oelen, salzen, mit Zitronensaft ueberziehen und Rosmarin hineinzupfen. Wer kann und hat neutze Backpapier oder ein Backblech um das Gemuese darauf in den Ofen zu schieben, wer nicht: irgendwie arrangiert sich das auch auf einem Gitter… (die Fenchelstuecke die in den Fisch fallen werden zwar nicht knusprig, aber dafuer auch sehr aromatisch.

Waehrend man darauf wartet, dass die Kartoffeln und der Fenschel knusprig und der Fisch zart sind, empfiehlt sich ein Vospeisensensalat.

Viele Gruesse von der anderen Haelfte des Globus 😉

Keks

Essbare Blüten XXL

31 Mai

Wieso finden sich eigentlich auf einmal in jedem Salat irgendwelche bunten Kleckse, die großspurig als essbare Blüten angekündigt werden und dann doch nach nichts schmecken?

Ich mag es ja auch, wenn mein Essen gut aussieht… aber mal ganz ehrlich: manchmal möchte man doch einfach auch etwas Sättigendes auf dem Teller finden für das, was einem angekündigt würde.

Das geht mit Blüten auch! Artischocken sind Blüten und trotzdem ist ganz schön viel dran – zumindest an Geschmack.

Artischocke mit Joghurt-Dip

Zutaten (2 Personen):

  • 1             große Artischocke (oder ein paar kleinere)
  • ½            Zitrone
  • 1 EL        Essig
  • 1-2         Lorbeerblätter
  • 4 EL        Joghurt
  • 1 EL        (selbstgemachte) Mayonnaise
  •  ½ EL      Senf (vorzugsweise Estragonsenf)
  • 2 EL        frische gehackte Kräuter: Petersilie, Kerbel, Kümmel-Grün (alternativ: Dill, auch möglich: Schnittlauch, Estragon, etc.)
  • Etwas   Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Um es gleich vorweg zu nehmen: ich habe mich vor diesem Wochenende auch noch nie an die Zubereitung von Artischocken herangetraut. Dabei hat die nicht einmal 5-Minuten Erklärung von Vogel eines klar gemacht: Es ist ganz einfach.

Einen großen Topf mit Wasser aufsetzen und zum Sieden bringen. Darin dürfen zuerst die Zitrone, Lorbeerblätter und ein paar Pfefferkörner schwimmen, die mit Salz überschüttet werden. Bei der Artischocke muss zuerst der Stiel geschält werden, bevor sie ihr so aromatisiertes Dampfbad steigt – zugegebenermaßen muss man trotzdem nachhelfen 😉

Während die Artischocke im siedenden Wasser gart bleibt reichlich Zeit den Joghurt-Dip aus den restlichen Zutaten anzurühren. Ein Schuss vom Zitronensaft darf hier außerdem auch gerne mit dazu. Die Mayonnaise kann man auch weg lassen, wenn man einen schön voll-fetten Joghurt bekommt, aber auch ein reiner Mayo-Dip mit den Kräutern und dem Senf passt perfekt zur Artischocke.

Die ist übrigens fertig, wenn sich die äußeren Blätter weich anfühlen und sich das Messer leicht wieder aus der Mitte des Stielansatzes herausziehen lässt.

~*~ Keks ~*~

Spaghettisauce wie beim Konstanzer Türken

21 Mai

Neues aus der Wochenendküche: Der Markt in Tübingen hat frischen Spinat und Lauch herausgerückt – und damit die Erinnerung an unseren Lieblings-Türken in Konstanz, dessen Koch ohne Käse zwar nicht leben könnte, aber ansonsten die besten „was gerade frisch ist“ Zusammenstellungen in Böreks, Sacs und Aufläufen auf den Tisch bringt.

~*~

Spaghetti mit Spinat-Lauch-Sauce und Feta

Zutaten (für 2 Personen):

  • 150         g             Spaghetti
  • 100         g             (eingelegter) Feta
  • 300         g             frischer Spinat
  • ½            Stange  Lauch
  • 1             Stk         rote Zwiebel
  • 1-2         Zehe     Knoblauch
  • 2             Stk         getrocknete Tomaten
  • 1             Schuss  Weißwein
  • Etwas                   Salz, schwarzer Pfeffer, Zitronenabrieb, Muskat
  • Optional              frischer Basilikum

Zubereitung:

Je nach Jahreszeit wird das Spinatputzen als erster Schritt mehr oder weniger aufwendig: bei „ausgewachsenem“ Spinat die Stiele entfernen und separat kleinschneide. Dazu kommen die gewürfelte Zwiebel, getrockneten Tomaten, sowie der gehackte Knoblauch.

Den Lauch am besten einmal längs halbieren, dann ist das gesamte Geschmacksarsenal des Gemüses geboten. In etwas breitere Streifen schneiden.

Pastawasser aufsetzen und eine Pfanne mit Olivenöl heiß werden lassen. Als erstes Zwiebeln und co. mit etwas Salz bestreuen und anschwitzen. Wenn die Zwiebelchen glasig sind, an den Rand schichten und in der Mitte der Pfanne den Lauch anbraten.

Wenn dieser Teil des Gemüses kurz vor gar ist, den Spinat dazu geben und zusammenfallen lassen. Sobald die traurigen Reste davon braten und nicht mehr nur Wasser lassen mit Weißwein ablöschen und mit Salz (vorsichtig, denn Feta kann recht salzig sein), Pfeffer, Zitronenabrieb und Muskat würzen.

Ganz zum Schluss den in 1cm-Würfel geschnittenen Käse unter die Sauce heben.

~*~

Keks

Meckern auf hohem Niveau

15 Mai

Hier eine Variante von Risotto, die einem die beruhigende Illusion von Leichtigkeit vermittelt: der frische Fenchel harmoniert nicht nur wunderbar mit dem Käsearoma, sondern hebt auch seine Schwere ein wenig auf.

Es lohnt sich hier wirklich, in einen guten Käse zu investieren, der nicht böckelig schmeckt, sondern ein angenehmes, intensives Meckern an den Reis bringt.

~*~

Fenchelrisotto mit Ziegenkäse

Zutaten:

  • 80           g             Risottoreis
  • ½            Stk         Fenchelknolle (das Grün auf keinen Fall wegschmeißen!)
  • ½            Stk         Zwiebel
  • 1             Stk         weicher Ziegenkäse (Größe abhängig von Intensität)
  • 1             Zehe     Knoblauch
  • 2             EL           Olivenöl
  • 2             EL           heller, süßlicher Balsamico
  • 100         ml          Weißwein
  • 150         ml          Wasser oder Gemüsebrühe
  • 50           ml          Sahne oder Milch
  • Etwas                   Zucker, Salz, schwarzer Pfeffer
  • Optional             Orangen- oder Zitronenabrieb

Zubereitung:

Wem die halbe Fenchelknolle wenig vorkommt, weil man ja so viel davon wegschneiden muss, der täuscht sich, bzw. verarbeitet den Fenchel anders als die gute Schwäbin 😉

Die grünen „Finger“ zusammen mit dem Grün abschneiden und gegen die Faser in sehr feine Ringe schneiden. Das Grün beseite legen und die restliche Knolle in feine Würfel schneiden, ebenso die Zwiebel. Den Knoblauch und das Fenchelgrün hacken.

Den ersten Löffel Olivenöl in einer Pfanne heiß werden lassen und darin zunächst den Fenchel scharf anbraten. Wenn er schon ein wenig Farbe genommen hat, Hitze ein wenig reduziere und auch Zwiebel und Knoblauch mit in die Pfanne geben. Mit etwas Salz und Zucker bestreuen, dann werden die Zwiebeln schön glasig und der Fenchel kann das erste Mal karamellisieren.

Jetzt den Reis dazu: auch er sollte 2 Minuten mit rösten dürfen, dazu den zweiten Löffel Olivenöl verbrauchen. Das erste Mal ablöschen mit dem weißen Balsamico, der die zweite Karamellschicht um das Ganze legt. Danach darf dann der gute Alkohol aus dem Weißwein verdampfen, ehe die Pfanne auf kleine Hitze gestellt und alles mit Wasser oder Gemüsebrühe aufgefüllt wird.

Nach ca. 10 Minuten könnte der Reis dann so weit bissfest und die Flüssigkeit eingesogen sein: Finish mit Milch oder Sahne, auch den Käse zumindest teilweise gleich einrühren. Wer Bio-Zitrusfrüchte da hat kann ein wenig von ihrer Schale zusammen mit dem Fenchelgrün unterheben.

~*~

Keks

Ausflug ins grüne Italien

10 Mai

Ich bin keine Absolutistin… aber das hier ist wirklich DIE Zubereitung für grünen Spargel schlechthin. Deprimierend einfach. Von dem Geschmack lässt man sich aber gerne trösten 😀

~*~

Gebratener Grüner Spargel

Zutaten:

  • 300         g             (dünner) grüner Spargel
  • 1             Zehe     Knoblauch
  • 2             EL           Olivenöl
  • 2             EL           dunkler Balsamico
  • Etwas                   Salz, schwarzer Pfeffer
  • Optional              frischer Basilikum

 

Zubereitung:

Heute kurz und schmerzlos:

Knoblauch hacken. Die holzigen Enden vom Spargel abschneiden und bei dicken Stangen auch das untere Drittel mit dem Sparschäler schälen. Das war’s an Vorbereitung.

Olivenöl in einer großen,  beschichteten Pfanne erhitzen und die Spargelstangen so reinlegen, dass die Köpfe am Pfannenrand liegen, bzw. sich daran hochbiegen. Mit einer ersten Prise Salz würzen und so lange auf einer Seite braten, bis sich die Stangen verbiegen lassen und leicht gebräunt sind. Dann alle wenden, den Knoblauch dazu geben und weiter braten lassen bis der Spargel fast gar ist.

Mit dem Balsamico ablöschen und auf kleine Flamme stellen, dabei den Spargel gut durchschwenken, sodass alle Stangen von einer klebrig-glänzenden Schicht karamellisierten Balsamicos überzogen sind.

Zum Schluss idealerweise grobes Meersalz darüber streuen, Pfeffer frisch darauf mahlen und vielleicht auch ein wenig frischen Basilikum dazu rupfen.

~*~

P.S.: begleitet wurde der grüne Spargel dieses Wochenende bei uns mit den wohl genialsten „Resten“ seit langem: Pulpo in Tomaten-Paprika-Sauce und grüne, selbergemachte und liebevoll „Aliennudeln“ getaufte Bandnudeln

Keks