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Orientalisch Kicher(nde)erbsen-Suppe oder Hummus (حمص‎)

27 Mai

Was muss man beim Kochen bedenken:

Es läuft nicht immer so wie man es möchte oder so wie es soll. Und wenn mal was schief läuft kann immer noch etwas wunderbares dabei rauskommen. So wie heute, als ich Humus machen wollte. Was braucht man denn für ein gutes (und meiner Meinung nach originales Humus):

Zutaten:

  • 1 Tasse Kichererbsen
  • 1 Stk Knoblauchzehe
  • 1 Stk Lorbeerblatt
  • 1 TL Kreuzkümmel (oder auch Kumin genannt)
  • 1 Handvoll Petersilie und Koriandergrün, gemischt
  • eine weitere Knoblauchzehe
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz
  • 1 TL geröstetes Sesamöl (Alternativ geht auch etwas gerösteter Sesam und Olivenöl)

Zubereitung

Die Kichererbsen jetzt erst mal in einen Topf geben und mit etwas mehr Wasser als bedeckt baden lassen ( am besten über Nacht). Dann zum Kochen aufsetzen und Lorbeerblatt und eine Knoblauchzehe dazugeben. Wichtig ist, das noch KEIN Salz dazugegeben wird, sonst sind die Kichererbsen nach dem Kochen genauso hart wie davor. Jetzt also köcheln lassen (sollte nicht stark blubbern – das ist kein Whirlpool) – wie in Kochkreisen auch sieden genannt – bis die Kichererbsen weich sind. Es kann sein, das nochmal etwas Wasser dazu muss. gegen ende der Kochzeit kann dann auch Salz mit ins Wasser gegeben werden – aber vorsichtig, es wäre schade, wenn nachher das Wasser nicht mitverwendet werden kann, wo hier so viel guter Geschmack und gute Mineralstoffe drin schwimmen.

Jetzt hängt es davon ab, was daraus werden soll. Wenn man Humums (حمص) machen möchte:

Einen Teil vom Wasser in eine extra Schüssel geben, ein bischen was bei den Kichererbsen behalten. Die restlichen Zutaten dazugeben und mit dem Pürierstab zu einer feinen Masse püriereren. Vermutlich wird hier immer wieder ein wenig Flüssigkeit dazu müssen, bis es die richtige Konsistenz hat. Für den Hummus kann die Menge an frischen Kräutern auch gerne verdoppelt werden und Knoblauch natürlich nach beliebiger Menge und nach Art des noch kommenden Abendprogramms dazugegeben werden – wer Platz möchte gerne mehr Knoblauch.

Abschliessend den kalten Hummus in eine Schüssel geben, die Oberfläche mit einem Löffel etwas einkerben und Olivenöl drüber geben, dass es schön verläuft. Etwas Paprikapulver, feingeschnittene Petersilie und wer es noch exklusiver mag einige gröstete Pinienkerne drüberstreuen.

Wenn man aber jetzt zu viel Wasser dabei hat, dann bietet sich an, daraus einfach eine Suppe zu machen. Zutaten bleiben die gleichen, es wird nur an der Konsistenz was verändert und etwas anders abgeschmeckt. Hier würde ich die angegebene Menge an Kräutern dazugeben und mit der Zitrone nicht zu großzügig sein, sondern nur soweit, dass es diese angeneme Säure hat.

Hummus eignet sich sehr toll als Dipp und wird in den arabischen Ländern häufig mit Fladenbrot gegessen, kann aber auch sehr gut zu gegrilltem gereicht werden. Gerade im Sommer sehr erfrsichend und mit den Kichererbsen eine sehr gute Proteinquelle für alle Veganer (wobei ich als Lamm-Fan die Kombi mit gegrilltem Lamm vorziehe)

Wenn also mal was schief läuft (was häufiger passiert) dann so tun als ob alles geplant gewesen wäre und improvisieren.In der Küche gibt es einen Spruch dazu: „Alle Köche sind beschissen, die sich nicht zu helfen wissen“

Damit viel erfolg beim Nachkochen und Improvisieren

*Vogel*

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