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Meckern auf hohem Niveau

15 Mai

Hier eine Variante von Risotto, die einem die beruhigende Illusion von Leichtigkeit vermittelt: der frische Fenchel harmoniert nicht nur wunderbar mit dem Käsearoma, sondern hebt auch seine Schwere ein wenig auf.

Es lohnt sich hier wirklich, in einen guten Käse zu investieren, der nicht böckelig schmeckt, sondern ein angenehmes, intensives Meckern an den Reis bringt.

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Fenchelrisotto mit Ziegenkäse

Zutaten:

  • 80           g             Risottoreis
  • ½            Stk         Fenchelknolle (das Grün auf keinen Fall wegschmeißen!)
  • ½            Stk         Zwiebel
  • 1             Stk         weicher Ziegenkäse (Größe abhängig von Intensität)
  • 1             Zehe     Knoblauch
  • 2             EL           Olivenöl
  • 2             EL           heller, süßlicher Balsamico
  • 100         ml          Weißwein
  • 150         ml          Wasser oder Gemüsebrühe
  • 50           ml          Sahne oder Milch
  • Etwas                   Zucker, Salz, schwarzer Pfeffer
  • Optional             Orangen- oder Zitronenabrieb

Zubereitung:

Wem die halbe Fenchelknolle wenig vorkommt, weil man ja so viel davon wegschneiden muss, der täuscht sich, bzw. verarbeitet den Fenchel anders als die gute Schwäbin 😉

Die grünen „Finger“ zusammen mit dem Grün abschneiden und gegen die Faser in sehr feine Ringe schneiden. Das Grün beseite legen und die restliche Knolle in feine Würfel schneiden, ebenso die Zwiebel. Den Knoblauch und das Fenchelgrün hacken.

Den ersten Löffel Olivenöl in einer Pfanne heiß werden lassen und darin zunächst den Fenchel scharf anbraten. Wenn er schon ein wenig Farbe genommen hat, Hitze ein wenig reduziere und auch Zwiebel und Knoblauch mit in die Pfanne geben. Mit etwas Salz und Zucker bestreuen, dann werden die Zwiebeln schön glasig und der Fenchel kann das erste Mal karamellisieren.

Jetzt den Reis dazu: auch er sollte 2 Minuten mit rösten dürfen, dazu den zweiten Löffel Olivenöl verbrauchen. Das erste Mal ablöschen mit dem weißen Balsamico, der die zweite Karamellschicht um das Ganze legt. Danach darf dann der gute Alkohol aus dem Weißwein verdampfen, ehe die Pfanne auf kleine Hitze gestellt und alles mit Wasser oder Gemüsebrühe aufgefüllt wird.

Nach ca. 10 Minuten könnte der Reis dann so weit bissfest und die Flüssigkeit eingesogen sein: Finish mit Milch oder Sahne, auch den Käse zumindest teilweise gleich einrühren. Wer Bio-Zitrusfrüchte da hat kann ein wenig von ihrer Schale zusammen mit dem Fenchelgrün unterheben.

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Keks

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versteckter Schimmel

9 Apr

Bandnudeln mit Broccoli-Tomaten -Roquefortsoße

 

Zutaten:

  • 1 kleiner Broccoli
  • 1 Große rote Zwiebel
  • 1 große Zehe Knoblauch
  • 2 getrocknete Tomaten
  • 1 Dose ganze geschälte Tomaten
  • 70 g       intensiver Roquefort
  • etwas:  Rosmarin, Lorbeer, Salz, Pfeffer, Balsamico (dunkler), Olivenöl

Zubereitung:

Gemüse waschen, Knoblauch und Zwiebeln schälen. Den Knoblauch und die getrockneten Tomaten fein hacken. Die Zwiebel in Streifen schneiden.

Anstatt das Beste vom Brokkoli wegzuschmeißen: den Strunk schälen bis alles Holzige entfernt ist und in feine Scheiben schneiden. Den restlichen Brokkoli in kleine Röschen teilen.

Die ganzen Tomaten aus der Dose fischen und grob würfeln. Den Roquefort zum restlichen Doseninhalt bröseln und mit dem Stabmixer Tomatensaft und Käse pürieren.

Zwiebeln, Brokkolistrunk, getrocknete Tomaten und Knoblauch in einer sehr heißen Pfanne scharf anbraten bis die Zwiebelstreifen so weit karamellisiert sind , dass sie außen braun und schön weich sind. Danach auch die Brokkoliröschen in der Pfanne mit etwas extra Olivenöl anbraten.

Das Nudelwasser kann an dieser Stelle aufgesetzt werden.

Dann alles Gemüse zusammen mit den Tomatenwürfeln anschwenken bis kaum mehr Flüssigkeit in der Pfanne ist. Mit Balsamico ablöschen und diesen erst einmal karamellisieren lassen. Erst jetzt auch die Tomaten-Roquefort-Mischung aus der Dose hinzugeben und die Hitze stark reduzieren bzw. veraltete Elektroplatten einfach ausstellen. Das Lorbeerblatt (und den Rosmarin, wenn es getrockneter ist) hinzugeben.

Die Sauce darf jetzt so lange köcheln und durchziehen, wie es noch braucht, die Nudeln in reichlich Salzwasser zu garen. Wer frischen Rosmarin verwendet, gibt ihn zum Schluss zusammen mit einer Prise Salz und vorzugsweise frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer  in die Sauce.

Salz braucht es bei diesem Gericht nur sehr wenig, wenn ihr das Glück habt einen richtig guten Roquefort zu erwischen. Trotzdem empfehlen wir zum krönenden Abschluss natürlich: Abschmecken!

Auf welcher Art von Nudeln man diese Sauce genießen will, ist eine Geschmacks- und Zeitfrage: Wir haben uns hier Mal den Luxus von selbstgemachten Bandnudeln gegönnt, fertige funktionieren aber auch (schlechter) genauso wie Spaghetti oder was euer Küchenschrank noch hergibt.

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