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Jota – deftiger italienischer Bohneneintopf

6 Dez

Gerade in der Herbst und Winterzeit ist ein deftiger Eintopf was Wunderbares. Besonders, wenn er an das sonnige Italien erinnert. Nicht nur, dass der Eintopf sehr lecker ist, er kann auch noch in der Erkältungssaison das Immunsystem pushen.

Kurzer medizinischer Einschub: In Hühnerbrühe und auch in Bohnen ist unter Anderem Zink enthalten, was der Körper auch für ein gut funktionierendes Immunsystem braucht (und ist auch wirksam gegen Viren, also auch Schnupfen ;-). Wer noch mehr zum Thema Zink wissen möchte: http://de.wikipedia.org/wiki/Zink#Biologische_Bedeutung

Hier zu der Zubereitung

Zutaten (für 6 Personen):

1             Stk         Fenchelknolle
1             Stk         rote Zwiebel
1             Stk         Knoblauchzehe
2             Stk         getrocknete Tomaten
1             Stk          Chilischote
1             EL           Olivenöl
400         g             weiße Bohnen, gekocht (150 g trocken)
100         g             geräuchereter Bauchspeck
500         g             passierte Tomaten
2             Stk          Tomaten
500         ml           Hühnerbrühe
400         g             Spitzkraut
½            Bd          Petersilie, glatt

Lorbeerblatt, Rosmarin, Thymian

Optional:               Hühnerfleisch von der Brühe

Jota - deftiger italienischer Eintopf

Am besten plant man die Zubereitung  1 Tag vorher.

Die Bohnen werden am über Nacht eingeweicht. Am nächste Tag für etwa 1 ½  Stunden kochen (bis sie weich sind)

Ebenso sollte die Hühnerbrühe rechtzeitig angesetzt werden – wer meint auf instant Brühe ausweichen zu müssen soll das nicht tun 😉 Ganz ehrlich, das Zeug ist nicht zu empfehlen, entweder ist Geschmacksverstärker oder Hefeextrakt drin, damit es nach was schmeckt. Außerdem sind da auch nahezu keine Spurenelemente enthalten – genau das, was wir neben dem tollen Geschmack wollen.

Wenn jetzt also Hühnerbrühe und Bohnen gekocht sind, kann es losgehen.

Zwiebeln, Speck, Knoblauch, Chlli und getrocknete Tomaten in kleine Würfel schneiden. Den Fenchel in etwa 1 cm große Würfel schneiden und beim Spitzkraut den harten Strunk entfernen und in ½ cm breite Streifen schneiden. Tomaten grob würfeln.

In einem Topf mit etwas Olivenöl die Zwiebeln, Knoblauch, Chilis, getrocknete Tomaten und Speckwürfel anschwitzen. Wenn die Zwiebeln glasig sind, den Fenchel dazugeben und 2 Minuten ohne das er Farbe bekommt anschwitzen. Die Bohnen, die passierten Tomaten, die gewürfelten Tomaten und Hühnerbrühe dazugeben. Nach etwa 10 Minuten das Spitzkraut dazugeben und mitköcheln lassen. Das ganze braucht jetzt etwa noch 20 Minuten. Währenddessen noch Petersilie zupfen, den Stiel fein hacken und auch noch in den Eintopf geben. Die Blätter grob hacken. Kurz vor Ende kann das Fleisch von der Hühnerbrühe noch dazugegeben werden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. An sich nicht kompliziert 😉

Das ist die frischere Variante, wer möchte kann das Rezept zu einer deftigen Variante mit Sauerkraut statt Spitzkraut abwandeln, dann können auch noch Kartoffelwürfel mitgekocht werden.

Ihr seht, das ist auch eine Art Grundrezept, das sehr schön abgewandelt werden kann. Wir freuen uns über kreative Vorschläge zur Abwandlung 😉

Und das Rezept für eine schöne Hühnerbrühe kommt natürlich auch noch bald!

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Pizza. Punkt.

6 Nov

Why make simple things complicated, if they are simply ingenious as they are? Weiterlesen

Spontaneous Seafood

16 Okt

Luxusprobleme – sie fangen an, wenn es einem das kleine bisschen zu gut geht, um noch wahr zu sein.

VANkitchen breitet sich nicht nur von Sonntagen auf Samstage aus, mittlerweile macht die Kuschel-WG auch schon Tagesausfluege… aber aus dem Naehkaestchen plaudere ich ja eigentlich in mind2mess. Also zurueck zum eigentlichen Thema, worum es hier wirklich geht, der Essenz des Lebens: dem Essen.

Auch hier ist Vorsicht geboten bei zu viel Harmonie und Einigkeit: Wenn sich einfach alles, was der andere vorschlaegt gut anhoert, kommt man naemlich irgendwann nicht mehr zu einer Entscheidung. Hin und her gerissen zwischen den unter der Woche gesponnenen Ideen haben wir deshalb diesen Sonntag einfach alle vorgefassten Plaene ueber den Haufen geschmissen.

Vielleicht unbewusst geprimt von „the crab“ vor dem Museum of Vancouver ging es von dort aus ab nach Granville Island und auf Meeresfruechtefang fuer:

 

Spaghetti and Seafood Sugo

Zutaten (2 Personen):

  • 1 Faust Spaghetti
  • 4-6 Scampi mit Schale
  • 2 Baby-Octopus (gefroren)
  • 1 kleine Paprika
  • ¼ Aubergine
  • ¼ Zucchini
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Schuss Crema di Balsamico
  • 200 ml Tomatensaft oder passierte Tomaten
  • Paprikapulver, Salz, Olivenoel (gern scharf mit eingelegten Chilischoten)

 

Zubereitung:

Der wohl organisierte Pastakoch weiss: als erstes kuemmere man sich um das Wasser, insbesondere wenn Sensibelchen wie Scampi und co. Mit von der Partie sind. Weil die naemlich die unangenehme Angewohnheit haben bei Nicht-Beachtung und gleichzeitiger Warmezufuhr zaeh zu werden, am besten alles ihren Beduerfnissen unterordnen:

Gemuese und Knoblauch sollten fertig geschnitten sein, bevor der Octopus und der Knoblauch als Vorreiter und ca. 2 Minuten nach ihnen die Scampi ins heisse Chilioel wandern. Anders verhaelt es sich natuerlich, wenn man den Mitbewohner zum Schnibbeln abstellen kann, der das parallel erledigt.

Die Bratdauer der Scampi haengt davon ab, ob man noch auf dem Teller mit dem Messer arbeiten will oder nicht: Entfernt man die Schale vorher (und braet sie trotzdem mit an, um den Geschmack nicht zu verschenken!!) ist 1 Minute auf jeder Seite vollkommen ausreichend.

Wenn die Meeresfruechte eine schoene Farbe angenommen haben, muessen sie in einer separaten Schale darauf warten, dass das Gemuese in derselben Pfanne gar wird. Gesellschaft leistet ihm dabei das Lorbeerblatt und das Paprikapulver. Jetzt koennen auch langsam die Spaghetti ins Wasser, denn mit Balsamico glasiert und Tomatensaft abgeloescht ist der Pfanneninhalt quasi schon die fertige Sauce. Abschmecken muss ich hoffentlich nur am Rande erwaehnen…

Sobald die Nudeln gar sind, werden sie mit den Meeresfruechten in das Sugo.

Basta.

Pasta.

Rotwein.

(fuer Freunde des deutschen Films: Tot sein ;))

 

Keks

 

 

 

Patatas, Poulet, Perfect

1 Okt

Ja, es geht lustig weiter in der Kuschel-WG Kueche international: Der Ofen ist immer noch etwas ganz besonderes, einfach weil er nur durch harte Schrubb-Arbeit benutzbar wurde.

Deshalb wurde der Thanksgiving Braten einfach schon mal vorverlegt – oder zumindest Probe gekocht:

Knuspriges Ofenhuehnchen & Patatas Bravas

Zutaten:

  • ganzes Huhn
  • So viele Knoblauchzehen wie Mitmenschen-vertraeglich
  • 1 Gemuesezwiebel
  • 1 rote Zwiebel (gross)
  • 1 Paprika
  • 4 groessere Kartoffeln
  • 2-3 Zweige Rosmarin
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2-3 Chilischoten
  • Salz, Pfeffer, Thymian, Paprikapulver, Zitronensaft, Olivenoel und Balsamicoessig

Zubereitung:

Als allererstes das Gefluegel inspizieren und entsprechend der Diagnose ausweiden und saeubern. Die Gemuesezwiebel, eine Chilischote und Knoblauch fuer die Fuellung in grobe Stuecke schneiden. Der zurechtgestuzte Vogel darf es sich dann auch schon in der Backform oder im Braeter bequem machen und in Zitronensaft und Olivenoel baden. Salz in und auf das Huhn geben, Rosmarin, Zwiebeln und Knoblauch gehen unter die Haut und fuellen die innere Leere.

Bei 200 Grad (Ober-)Unterhitze ab in den Ofen. Waehrend der ersten Braenungsphase einen Sud aus Balsamico, Salz, Thymian, einer angepressten Knoblauchzehe, Paprikapulver, einem Lorbeerblatt und etwas Wasser aufsetzen und zum Sieden bringen, damit sich die Aromen der Kraeuter darin ausbreiten koennen. Damit kann man den Braten dann nach Lust und Laune uebergiessen, wenn es einen nach einer Nase voll Essensduft geluestet. Angenehmer Nebeneffekt: das Huhn wird lecker und die Haut knusprig.

Je nach Groesse des ehemaligen Federviehs kann man sich jetzt entweder entspannt ans Kartoffelkochen und das restliche Gemuese machen oder – wenn man so wie bei uns gleich fuer den Rest der Woche mit kocht – auch erst mal noch staubsaugen gehen.

Erst wenn das Huhn sich dann nach einer oder zwei Wendungen und einigen Aufguessen entschieden hat, gar, zart und goldbraun zu sein, wird das Gemuese in Olivenoel knackig angebraten, mit Chili, Salz und ordentlich Paprika gewuerzt. Die gekochten Kartoffeln kommen in Scheiben mit in die Pfanne.

Bei ausreichender Hingabe muesste damit auch schon alles fertig und lecker sein. Bratnsosse und restlichen Sud unbedingt aufheben und weiterverwenden! (Und sei es nur zum immer wieder aufkochen, um mit dem Duft die nicht kochende Mitbewohnerin zu quaelen).

An dieser Stelle bleibt mir nur noch eins zu sagen: Danke Gott fuer einen Mitbewohner, der Crema di Balsamico kauft, nicht Tiefkuehlpizza!

Keks

Internationaler Ofenfisch

24 Sep

Was kochen ein Halbspanier mit karibisch-schweizer Mutter und eine Schwaebin in ihrer Vancouver-WG Kueche, wenn sie am Sonntag Abend Lust auf etwas richtig gutes haben? Natuerlich Fisch!

Wir befinden uns ja direkt an der kanadischen Pazifikkueste – dass man dort den ganzen Fisch nur in Chinatown bekommt… eine andere Geschichte, aber Keks hat ja nichts gegen einen Ausflug in die Welt von getrockneten Pilzen, Ginseng Tee und ominösen Gemuesen, alles natuerlich nur mit Wortschriftzeichen beschildert.

Wie dem auch sei: in der Kueche, die seit unserer Ankunft wohl monatelang nur eine Auswaermstation war, kann man leider nur entweder den Ofen oder den Herd benutzen. Also musste fuer den ganzen, am gleichen Tag gefangenen Fisch, ein Rezept improvisiert werden, bei dem alles in die Roehre schaut:

 

Ganzer Tilapia aus dem Backofen

mit Fenchel und Rosmarinkartoffeln

Zutaten (2 Personen):

  • 1 Tilapia
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 Knolle Fenchel
  • 4 fuer nordamerikanische Verhaeltnisse kleine Kartoffeln (also 8 normale europaeische)
  • Grobes Salz
  • Olivenoel
  • Zitronensaft
  • Rosmarin
  • Pfeffer

Zubereitung:

Den Tilapia auswaschen (und ggf. noch ausnehmen und entschuppen). Die Fenchelknolle entblaettern und das Gruen zusammen mit dem geschaelten und halbierten Knoblauch in den Fisch geben, ein wenig Salz und Pfeffer darf auch noch mit ins Innere. So gestopft den Fisch in einer Auflaufform mit Olivenoel uebergiessen und grosszuegig auch von Aussen salzen. Bei ca. 200 Grad Ober-Unterhitze darf er als erstes in den Ofen.

Danach die Kartoffeln vierteln, mit dem Fenchel in einen Topf (nein, wir besitzen auch noch keine grosse Schuessel) oelen, salzen, mit Zitronensaft ueberziehen und Rosmarin hineinzupfen. Wer kann und hat neutze Backpapier oder ein Backblech um das Gemuese darauf in den Ofen zu schieben, wer nicht: irgendwie arrangiert sich das auch auf einem Gitter… (die Fenchelstuecke die in den Fisch fallen werden zwar nicht knusprig, aber dafuer auch sehr aromatisch.

Waehrend man darauf wartet, dass die Kartoffeln und der Fenschel knusprig und der Fisch zart sind, empfiehlt sich ein Vospeisensensalat.

Viele Gruesse von der anderen Haelfte des Globus 😉

Keks

Spaghettisauce wie beim Konstanzer Türken

21 Mai

Neues aus der Wochenendküche: Der Markt in Tübingen hat frischen Spinat und Lauch herausgerückt – und damit die Erinnerung an unseren Lieblings-Türken in Konstanz, dessen Koch ohne Käse zwar nicht leben könnte, aber ansonsten die besten „was gerade frisch ist“ Zusammenstellungen in Böreks, Sacs und Aufläufen auf den Tisch bringt.

~*~

Spaghetti mit Spinat-Lauch-Sauce und Feta

Zutaten (für 2 Personen):

  • 150         g             Spaghetti
  • 100         g             (eingelegter) Feta
  • 300         g             frischer Spinat
  • ½            Stange  Lauch
  • 1             Stk         rote Zwiebel
  • 1-2         Zehe     Knoblauch
  • 2             Stk         getrocknete Tomaten
  • 1             Schuss  Weißwein
  • Etwas                   Salz, schwarzer Pfeffer, Zitronenabrieb, Muskat
  • Optional              frischer Basilikum

Zubereitung:

Je nach Jahreszeit wird das Spinatputzen als erster Schritt mehr oder weniger aufwendig: bei „ausgewachsenem“ Spinat die Stiele entfernen und separat kleinschneide. Dazu kommen die gewürfelte Zwiebel, getrockneten Tomaten, sowie der gehackte Knoblauch.

Den Lauch am besten einmal längs halbieren, dann ist das gesamte Geschmacksarsenal des Gemüses geboten. In etwas breitere Streifen schneiden.

Pastawasser aufsetzen und eine Pfanne mit Olivenöl heiß werden lassen. Als erstes Zwiebeln und co. mit etwas Salz bestreuen und anschwitzen. Wenn die Zwiebelchen glasig sind, an den Rand schichten und in der Mitte der Pfanne den Lauch anbraten.

Wenn dieser Teil des Gemüses kurz vor gar ist, den Spinat dazu geben und zusammenfallen lassen. Sobald die traurigen Reste davon braten und nicht mehr nur Wasser lassen mit Weißwein ablöschen und mit Salz (vorsichtig, denn Feta kann recht salzig sein), Pfeffer, Zitronenabrieb und Muskat würzen.

Ganz zum Schluss den in 1cm-Würfel geschnittenen Käse unter die Sauce heben.

~*~

Keks

Meckern auf hohem Niveau

15 Mai

Hier eine Variante von Risotto, die einem die beruhigende Illusion von Leichtigkeit vermittelt: der frische Fenchel harmoniert nicht nur wunderbar mit dem Käsearoma, sondern hebt auch seine Schwere ein wenig auf.

Es lohnt sich hier wirklich, in einen guten Käse zu investieren, der nicht böckelig schmeckt, sondern ein angenehmes, intensives Meckern an den Reis bringt.

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Fenchelrisotto mit Ziegenkäse

Zutaten:

  • 80           g             Risottoreis
  • ½            Stk         Fenchelknolle (das Grün auf keinen Fall wegschmeißen!)
  • ½            Stk         Zwiebel
  • 1             Stk         weicher Ziegenkäse (Größe abhängig von Intensität)
  • 1             Zehe     Knoblauch
  • 2             EL           Olivenöl
  • 2             EL           heller, süßlicher Balsamico
  • 100         ml          Weißwein
  • 150         ml          Wasser oder Gemüsebrühe
  • 50           ml          Sahne oder Milch
  • Etwas                   Zucker, Salz, schwarzer Pfeffer
  • Optional             Orangen- oder Zitronenabrieb

Zubereitung:

Wem die halbe Fenchelknolle wenig vorkommt, weil man ja so viel davon wegschneiden muss, der täuscht sich, bzw. verarbeitet den Fenchel anders als die gute Schwäbin 😉

Die grünen „Finger“ zusammen mit dem Grün abschneiden und gegen die Faser in sehr feine Ringe schneiden. Das Grün beseite legen und die restliche Knolle in feine Würfel schneiden, ebenso die Zwiebel. Den Knoblauch und das Fenchelgrün hacken.

Den ersten Löffel Olivenöl in einer Pfanne heiß werden lassen und darin zunächst den Fenchel scharf anbraten. Wenn er schon ein wenig Farbe genommen hat, Hitze ein wenig reduziere und auch Zwiebel und Knoblauch mit in die Pfanne geben. Mit etwas Salz und Zucker bestreuen, dann werden die Zwiebeln schön glasig und der Fenchel kann das erste Mal karamellisieren.

Jetzt den Reis dazu: auch er sollte 2 Minuten mit rösten dürfen, dazu den zweiten Löffel Olivenöl verbrauchen. Das erste Mal ablöschen mit dem weißen Balsamico, der die zweite Karamellschicht um das Ganze legt. Danach darf dann der gute Alkohol aus dem Weißwein verdampfen, ehe die Pfanne auf kleine Hitze gestellt und alles mit Wasser oder Gemüsebrühe aufgefüllt wird.

Nach ca. 10 Minuten könnte der Reis dann so weit bissfest und die Flüssigkeit eingesogen sein: Finish mit Milch oder Sahne, auch den Käse zumindest teilweise gleich einrühren. Wer Bio-Zitrusfrüchte da hat kann ein wenig von ihrer Schale zusammen mit dem Fenchelgrün unterheben.

~*~

Keks

Ausflug ins grüne Italien

10 Mai

Ich bin keine Absolutistin… aber das hier ist wirklich DIE Zubereitung für grünen Spargel schlechthin. Deprimierend einfach. Von dem Geschmack lässt man sich aber gerne trösten 😀

~*~

Gebratener Grüner Spargel

Zutaten:

  • 300         g             (dünner) grüner Spargel
  • 1             Zehe     Knoblauch
  • 2             EL           Olivenöl
  • 2             EL           dunkler Balsamico
  • Etwas                   Salz, schwarzer Pfeffer
  • Optional              frischer Basilikum

 

Zubereitung:

Heute kurz und schmerzlos:

Knoblauch hacken. Die holzigen Enden vom Spargel abschneiden und bei dicken Stangen auch das untere Drittel mit dem Sparschäler schälen. Das war’s an Vorbereitung.

Olivenöl in einer großen,  beschichteten Pfanne erhitzen und die Spargelstangen so reinlegen, dass die Köpfe am Pfannenrand liegen, bzw. sich daran hochbiegen. Mit einer ersten Prise Salz würzen und so lange auf einer Seite braten, bis sich die Stangen verbiegen lassen und leicht gebräunt sind. Dann alle wenden, den Knoblauch dazu geben und weiter braten lassen bis der Spargel fast gar ist.

Mit dem Balsamico ablöschen und auf kleine Flamme stellen, dabei den Spargel gut durchschwenken, sodass alle Stangen von einer klebrig-glänzenden Schicht karamellisierten Balsamicos überzogen sind.

Zum Schluss idealerweise grobes Meersalz darüber streuen, Pfeffer frisch darauf mahlen und vielleicht auch ein wenig frischen Basilikum dazu rupfen.

~*~

P.S.: begleitet wurde der grüne Spargel dieses Wochenende bei uns mit den wohl genialsten „Resten“ seit langem: Pulpo in Tomaten-Paprika-Sauce und grüne, selbergemachte und liebevoll „Aliennudeln“ getaufte Bandnudeln

Keks

Mediterrane Schweinereien

25 Apr

Mediterrane Schweinereien

Zutaten (für 4 Personen):

  • 1             Stk         Zucchini, mittel
  • 1             Stk         Zwiebel
  • 1             Stk         Aubergine, mittel
  • 1             Stk         Paprika, rot
  • 1             Stk         Paprika, gelb
  • 2             Stk         Knoblauchzehen
  • 2             Stk         getrocknete Tomaten
  • 300         g             Fleisch (zum Marinieren: Paprika, Oregano, Rosmarin, Pfeffer,  Knoblauch)
  • Rosmarin, Oregano, Chillischoten
  • 2             EL           Balsamico, dunkel
  • 500         g             passierte Tomaten
  • Frischer Basilikum

Zubereitung:

Fleisch am besten schon einige Stunden vor dem zubereiten marinieren (kein Salz dazugeben). Welches Fleisch man möchte, sollte nach Lust und Laune und Angebot beim Metzger entschieden werden. Es eignet sich am besten dafür:  Huhn, Rind, Schwein, Känguru, … worauf ihr Lust habt, aber am besten natürlich kräftige Fleischsorten (Kalb nicht unbedingt). Wer aufs Fleisch verzichten möchte: als guter Ersatz eignet sich auch Räuchertofu.

Das Gemüse in Streifen schneiden, Knoblauch, getrocknete Tomaten und Chilis fein hacken. Wer keine frischen Chilis da hat, kann auch gut auf getrocknete ausweichen, das sollte der Schärfe wenig ausmachen. Fleisch in etwa 3 cm lange und 1 cm hohe und breite Streifen schneiden.

Als erstes das Fleisch in der heißen Pfanne anbraten, dass es schön braun wird. Nach 2 bis 3 Minuten aus der Pfanne nehmen, bevor es  die Konsistenz einer trockenen und zähen Schuhsole bekommt.

Dann das Gemüse mit den Kräutern entweder einzeln anbraten, dass alles gleichmäßig angebraten wird, oder nach Garzeiten nach und nach dazugeben, also mit Zwiebel, Paprika, Aubergine anfangen und schließlich die Zucchini dazugeben (das Ergebnis ist sehr viel besser, wenn die Zutaten einzeln angebraten werden und gleichmäßig bräunen können)

Am Ende das Fleisch dazugeben und mit etwas Balsamico eine freie Fläche auf dem Pfannenboden ablöschen und abwarten, dass er leicht karamellisiert (also blubbert und ein wenig zähflüssig wird). Als Abschluss die passierten Tomaten, oder wenn es im Sommer dann leckere frische Tomaten gibt, die gewürfelten Tomaten dazugeben. Nur glaubt mir, es lohnt sich nicht im Winter oder Frühjahr, diese roten und aromalosen Wasserbomben zu verwenden, da schmecken die aus der Packung deutlich besser. 15 Minuten köcheln lassen.

Am Ende noch abschmecken mit etwas Salz, Pfeffer und frisch, in feine Streifen geschnittenen Basilikum dazugeben.

Risotto Rustico

17 Apr

Risotto Rustico

Zutaten:

  • 100         g             Risotto-Reis
  • 1             Stk         Zwiebel
  • 1             Zehe     Knoblauch
  • 50           g             Knollen- oder Staudensellerie
  • 100         g             Weißkohl
  • 2             Stk         Lorbeerblätter
  • 1-2         Stk         getrocknete Tomate
  • 1-2         Stk         Anchovis
  • 1             EL           Olivenöl + etwas von dem Öl, in dem die Anschovis eingelegt sind
  • 50           ml           Weißwein
  • 250         ml           Gemüsebrühe
  •                 etwas   Rosmarin, Basilikum, Salz, Pfeffer, Wacholder
  • optional               Milch oder Sahne, Butter, Parmesan oder noch besser Peccorino

Zubereitung:

Zwiebel , Knollensellerie und Knoblauch schälen. Zwiebeln und Sellerie in Würfel,  Weißkohl in grobe Quadrate schneiden.  Den Knoblauch und die getrocknete Tomate fein, die Anchovis grob hacken. Vom frischen Basilikum die Stiele ebenfalls kleinhacken.

In einer Pfanne Oliven- und Anchovi-Öl erhitzen. Der Weißkohl kann quasi gleich darin anfangen zu brutzeln, als Indikator dafür, wann die Pfanne dann wirklich heiß ist. Dann den Kohl an den Pfannenrand schieben und in der Mitte Zwiebel, Knoblauch, Basilikumstiele und Sellerie anschwitzen. Wenn diese glasig sind auch den Reis ca. 1 Minute anrösten.

Das Ganze dann mit Weißwein ablöschen und – auch wenn es schade drum ist – den Alkohol auskochen lassen. Anschließend mit Gemüsebrühe aufgießen, Lorbeerblätter, Wachholder und Rosmarin dazugeben. Dass man ständig im Risotto zu rühren und es zu überwachen hat ist übrigens ein Gerücht: aber gerade hier macht es Spaß, weil der Lorbeer so herrlich vor sich hin duftet.

Prinzipiell aber kann das Risotto jetzt unbeaufsichtigt gar köcheln. Wenn es so weit ist – also nur noch ein ganz kleiner weißer Kern in den Körnern zu erkennen ist – kann mit Pfeffer und Salz abgeschmeckt werden und all das hinzugegeben, worum sich die Köche dieser Welt streiten: Sahne oder Milch, Butter, Parmesan…. Ich überlasse es euch und eurem Kühlschrankinhalt, was ihr dazugeben wollt. Für diese eher rustikale Zubereitung empfehle ich aber einen schlichten EL Butter und ein wenig Peccorino.

Zum Anrichten dann die Basilikumblätter im Ganzen oder grob gezupft unterheben

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Keks