Tag Archives: süß

Apfelkuchen aus der Pfanne

11 Okt

Ja, ihr habt richtig gehört. Es hat nicht jeder das Glück einen Backofen sein Eigen nennen zu können. Und ich gehöre zu denjenigen, die leider darauf verzichten müssen. Besonders blöd, wenn man zu einem Geburtstag eingeladen ist, und dafür einen Kuchen mitbringen möchte – und so wird halt einfach improvisiert.
Und ich kann euch beruhigen – der Kuchen schmeckt genauso gut wie aus dem Ofen, wenn nicht sogar noch etwas saftiger, weil er nicht durch die ganze Heißluft ausgetrocknet wird ( zum Kuchen backen ist an sich Ober- & Unterhitze die beste Möglichkeit, ich vestehe nicht wiso alle so auf Heißluft stehen, aber dazu bald in Educonservation mehr 😉 )

Ihr wollt jetzt schließlich was vom Kuchen wissen, also gehts auch gleich los:

Zutaten:

  • 4             Stück               Eier
  • 150         g                      Zucker
  • 250         g                      Mehl
  • 200         g                     Butter
  • ½            Packung        Backpulver
  • 4             cl                     Rum
  •                                        Vanille, Zitronenabrieb
  • 5             Stück             mittelgroße Äpfel
  • 100         g                     Schokolade, dunkel, grob hackt
  • 50-100  ml                   Milch

Zubereitung:

Der Vorteil an Herbstzeit – es gibt Äpfel, die auf den Wiesen nur darauf warten eingesammelt zu werden. Die Äpfel waschen, in Spalten schneiden und in die Pfanne geben, mit 1-2 EL Zucker und 5 min dünsten lassen. Die Äpfel sollen schon mal etwas vorgegart sein, damit nacher nicht der ganze Kuchen sich mit Apfelsaft vollsaugt.

Währendessen die Zutaten abwiegen und herrichten. Die Zutaten sollten alle Raumtemperatur haben, also wenn man vorhat zu backen, alles am besten 3 Stunden vorher raustellen, oder alternativ kurz auf die Heizung legen – auch eine gute Möglichkeit um vergessene Einkäufe gleich zu verwerten. Die Eier trennen und das Eigelb in eine etxtra Schüssel geben. Das Eiklar mit etwa 1/3 des Zuckers zu einem Stabilen Schnee schlagen (immer eine Prise Salz dazu geben, stabilsiert den Schnee). Das Mehl in eine Schüssel geben, optional durch ein Sieb schütteln damit keine Klümpchen auftauchen und Backpulver dazugeben – wenn natürlich noch das Sieb von den Nudeln vom mittag belegt sein sollte, kann mna sich den Schritt auch gerne sparen.

Jetzt in eine Schüssel, die Butter in Stükchen, zusammen mit dem Zucker schaumig schlagen. Jedes Eigelb einzeln dazugeben und unterschlagen, schließlich noch Vanille, Zitronenabrieb, und – SEHR WICHTIG – den Rum dazugeben. Der Koch empfiehlt bei nicht vorhandenem Rum kreativ zu sein und anderes alkoholisches beizumengen ;-).

Jetzt die Pfanne (am besten beschichtet) mit etwas Butter ausstreichen, die Äpfel kreisförmig hinenlegen – natürlich nur, wer mit dem Kuchen später angeben möchte. Wer faul sein möchte und sich 2 Minuten spart – legts einfach irgendwie verteilt auf den Pfanneboden. (Aber nach der Menge an Schüsseln die ich hier verwende und die gespült werden wollen, kommt es auf 2 Minuten an sich auch nciht an)

Jetzt alles Zutaten zu dem Eigelb-Butter-Zucker-gemisch geben und vorsichtig unterheben (auch Schokostückchen und Milch) Wer noch möchte kann auch gerne grob gehackte Nüsse dazugeben.

Alles vorsichtig verrühren – oder in Fachsprache „unterheben“, so dass keine Mehlnester mehr da sind, aber noch ein bsichen Volumen vom Eischnee vorhanden ist.  Die Masse löffelweise üder die schön geshcichteten Äpfel geben. Nachher alles glatt streichen und auf die Herdplatte stellen und abdecken.

Der Elektroherd sollte für etwa 15 Min auf Stufe 1,5 von 3 stehen. Das ist aber alles nur Theorie: Jeder Elektroherd hat so seine eigene Macke bei der Temperaturregelung. Also egal ob Elektro oder Ceran: etwa halbe Stufe. Danach reduzieren auf 0,5 von 3 Stufen und fertig „backen / braten“ lassen. Es kann evtl notwenig sein den Kuchen einmal zu drehen, wenn die Oberfläche, also spätere Boden nicht richtig durch werden. Wer den Luxus einer zweiten, noch größeren Pfanne hat: Hier auch den Boden einfetten, größere Pfanne über kleinere und einmal alles drehen und nochmal diese Seite für ein paar Minuten braten lassen. Alle Anderen: Holt euch eine zweite größere Pfanne -man weiß nie, wann man sie nicht doch mal brauchen kann.

Nur vorsicht, wenn man einmal mit diesem Kuchen anfängt, gibt es keine Ausrede mehr, warum man keinen mehr mitbringen kann  – „Ich hab keinen Ofen“ zählt zumindest nicht mehr 😉

*Vogel*

Advertisements

letzte (?) Rhabarber-Session

19 Mai

Here we go again: Jetzt hatten sie doch glatt wieder Rhabarber im Angebot – da musste ich doch glatt noch ein letztes Mal zuschlagen und die Idee umsetzen, die mir beim 20-minütigen in der MRT-Röhre Liegen gekommen ist:

Rhabarber-Marmelade mit Thymian und Orangenpfeffer

Zutaten:

1,5          kg           Rhabarber

0,75       kg           Zucker

1             TL           Orangenpfeffer

2             TL           Agar-Agar

150         ml           Apfelsaft (Wasser, etwas mehr Zucker und etwas Zitrone gehen alternativ auch)

Etwas                    frischer Thymian

optional               Vanille

Zubereitung:

3 Mal muss ich es ja nicht extra eintippen: Das Rhabarber-Marmeladenkochen könnt ihr an dieser Stelle zusammen mit der ersten Variante nachlesen 😉

Ansonsten gibt es bei dieser Variante weder viel zu beachten noch zu tun o.O

Dafür ist sie trotzdem mein diesjähriger Favorit und musste unbedingt noch vorgestellt werden: einfach wenn der Rhabarber schon auf die richtige Konsistenz eingekocht ist Orangenpfeffer, bzw. Orangenschale und Pfeffer, sowie den gaaaanz fein gehackten Thymian dazugeben.

Fertig 😀

~*~

Keks

scharfe Rhabarber-Erdbeer-Marmelade

13 Mai Kekskonervierung

Rhabarber-Erdbeer-Marmelade (mit grünem Pfeffer)

Zutaten:

  • 1             kg           Rhabarber
  • 0,5          kg           Erdbeeren
  • 0,7          kg           Zucker
  • 2             TL           eingelegter grüner Pfeffer
  • 2             TL           Agar-Agar
  • 250         ml           Apfelsaft (Wasser, etwas mehr Zucker und etwas Zitrone gehen alternativ auch)
  • optional               Vanille

Zubereitung:

Den Anfang machen wie bei der letzten Einkoch-Session die Vorbereitung von Rhabarber und Gläsern. Das könnt ihr an dieser Stelle dann zusammen mit der ersten Rhabarbermarmeladen-Variante nachlesen 😉

Diesmal werden aber zum Rhabarber zuerst der Apfelsaft und Erdbeeren gegeben. Als erstes den Rhabarber mit dem Agar-Agar vermischen und den Apfelsaft zugeben, sobald es dem Rhabarber allein zu warm wird. Die Erdbeeren könnt ihr auch nach und nach rein schneiden, während alles anfängt zu köcheln. Ich lasse sie gerne sehr grobstückig, weil sie schnell verkochen und der Rhabarber wirklich gut weich werden sollte. Deshalb wirklich 8 – 10 Minuten blubbernd kochen lassen.

Währenddessen schon mal den grünen Pfeffer sehr fein hacken – selbst ich beiße beim Frühstück nicht gerne auf ein Pfefferkorn, auch wenn das garantiert wach macht.

Wer eine stückchenlose Marmelade möchte sollte trotzdem pürieren, bevor er oder sie die Marmelade mit Pfeffer und Vanille abrundet. Das wäre nämlich schon der letzte Schritt.

Kochend heiße Marmelade dann in die Gläser füllen und versuchen, sich dabei weder an den heißen Gläsern noch an den Deckeln noch am Topf noch an der Marmelade zu verbrennen. Ja, ich habe diesmal gelitten…

Deckel drauf, auf selbigen Stellen, warten bis sich ein „Vakuum“ gebildet hat (5 – 15 Minuten) fertig.

~*~

Keks

Rhabarber-Orangen-Marmelade

1 Mai

Rhabarber im Überfluss, Preise im Keller, Feiertag in Sicht:

Keks kann endlich anfangen Marmelade zu kochen 😀

Und weil die Erdbeeren noch nach nichts schmecken oder aus Spanien kommen, meine Orangen im Rucksack gelitten haben und überreif sind: neues Jahr, neue Kombinationen. Die Idee mit dem Rosmarin ist mir beim MRT-Scan gekommen… 20 Minuten still in der Röhre liegen machen kreativ…

Die Mischung aus säuerlichem Rhabarber, süßlich-herber Orange und dem mediterranen Kraut ergibt eine Marmelade, die zum Beginn der Einkochsaison passt: eine Ahnung von süßen Früchten, aber mit einem herben Beigeschmack.

~*~

Rhabarber-Orangen-Marmelade (mit Rosmarin)

Zutaten:

  • 1,5          kg           Rhabarber (im Einkauf)
  • 3             Stk         Saftorangen
  • 0,5          kg           Zucker
  • 1             TL           Agar-Agar
  • Etwas                    Wasser, Rosmarin

Zubereitung:

Als erstes den Rhabarber richtig einkaufen   – damit kann man sich viel Putzen ersparen: schön dünne Stangen aussuchen, die brauchen nicht geschält zu werden. Aber auch der zarteste Rhabarber will vom grünen Blattwerk (Vorsicht: giftig!) und den holzigen Enden befreit werden. Generell sollte man die äußerste Haut abziehen und so auch gleich die gröbsten Fasern mit abziehen.

Währenddessen können die leeren Gläser vorab den großen Topf besichtigen: einmal abgekocht sind sie steril, sodass sich die Marmelade darin schön lange halten kann.

Den Rhabarber in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und zusammen mit Zucker und Agar-Agar in den Topf geben und alles gründlich mischen. Mit ein bisschen Wasser angießen und dann von unten kräftig einheizen.

Während der Rhabarber anfängt zu kochen die Orangen über dem Topf schälen und filetieren, sodass der Saft  darin und nicht in der Spüle landet. Filets in grobe Stücke zerteilen (falls sie nicht von allein zerfallen, noch ein Grund das Ganze über dem Topf zu machen ;)) und zum köchelnden Rhabarber geben.

8 – 10 Minuten soll alles zusammen mindestens kochen: der Rhabarber darf für meinen Geschmack noch stückig sein, sollte aber zu einem guten Teil zerfallen sein. Diejenigen, die sich vor Fasern oder etwas zu beißen auf dem Frühstücksbrot fürchten, nehmen jetzt den Pürierstab zur Hand.

Wer es etwas ausgefallener mag gibt zum Schluss noch eine kleine Hand voll Rosmarin zur Marmelade.

Diese sollte noch kochend heiß sein, wenn sie in die Gläser gefüllt wird. Deckel drauf, auf selbigen Stellen, warten bis sich ein „Vakuum“ gebildet hat (5 – 15 Minuten) fertig.

~*~

Keks