Tag Archives: vegetarisch

Apothekenspaziergang: japanischer Wald

13 Okt

Ganz ehrlich: meine Einkaufstour in Chinatown hat mich dazu inspiriert Weiterlesen

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Essbare Blüten XXL

31 Mai

Wieso finden sich eigentlich auf einmal in jedem Salat irgendwelche bunten Kleckse, die großspurig als essbare Blüten angekündigt werden und dann doch nach nichts schmecken?

Ich mag es ja auch, wenn mein Essen gut aussieht… aber mal ganz ehrlich: manchmal möchte man doch einfach auch etwas Sättigendes auf dem Teller finden für das, was einem angekündigt würde.

Das geht mit Blüten auch! Artischocken sind Blüten und trotzdem ist ganz schön viel dran – zumindest an Geschmack.

Artischocke mit Joghurt-Dip

Zutaten (2 Personen):

  • 1             große Artischocke (oder ein paar kleinere)
  • ½            Zitrone
  • 1 EL        Essig
  • 1-2         Lorbeerblätter
  • 4 EL        Joghurt
  • 1 EL        (selbstgemachte) Mayonnaise
  •  ½ EL      Senf (vorzugsweise Estragonsenf)
  • 2 EL        frische gehackte Kräuter: Petersilie, Kerbel, Kümmel-Grün (alternativ: Dill, auch möglich: Schnittlauch, Estragon, etc.)
  • Etwas   Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Um es gleich vorweg zu nehmen: ich habe mich vor diesem Wochenende auch noch nie an die Zubereitung von Artischocken herangetraut. Dabei hat die nicht einmal 5-Minuten Erklärung von Vogel eines klar gemacht: Es ist ganz einfach.

Einen großen Topf mit Wasser aufsetzen und zum Sieden bringen. Darin dürfen zuerst die Zitrone, Lorbeerblätter und ein paar Pfefferkörner schwimmen, die mit Salz überschüttet werden. Bei der Artischocke muss zuerst der Stiel geschält werden, bevor sie ihr so aromatisiertes Dampfbad steigt – zugegebenermaßen muss man trotzdem nachhelfen 😉

Während die Artischocke im siedenden Wasser gart bleibt reichlich Zeit den Joghurt-Dip aus den restlichen Zutaten anzurühren. Ein Schuss vom Zitronensaft darf hier außerdem auch gerne mit dazu. Die Mayonnaise kann man auch weg lassen, wenn man einen schön voll-fetten Joghurt bekommt, aber auch ein reiner Mayo-Dip mit den Kräutern und dem Senf passt perfekt zur Artischocke.

Die ist übrigens fertig, wenn sich die äußeren Blätter weich anfühlen und sich das Messer leicht wieder aus der Mitte des Stielansatzes herausziehen lässt.

~*~ Keks ~*~

Orientalisch Kicher(nde)erbsen-Suppe oder Hummus (حمص‎)

27 Mai

Was muss man beim Kochen bedenken:

Es läuft nicht immer so wie man es möchte oder so wie es soll. Und wenn mal was schief läuft kann immer noch etwas wunderbares dabei rauskommen. So wie heute, als ich Humus machen wollte. Was braucht man denn für ein gutes (und meiner Meinung nach originales Humus):

Zutaten:

  • 1 Tasse Kichererbsen
  • 1 Stk Knoblauchzehe
  • 1 Stk Lorbeerblatt
  • 1 TL Kreuzkümmel (oder auch Kumin genannt)
  • 1 Handvoll Petersilie und Koriandergrün, gemischt
  • eine weitere Knoblauchzehe
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz
  • 1 TL geröstetes Sesamöl (Alternativ geht auch etwas gerösteter Sesam und Olivenöl)

Zubereitung

Die Kichererbsen jetzt erst mal in einen Topf geben und mit etwas mehr Wasser als bedeckt baden lassen ( am besten über Nacht). Dann zum Kochen aufsetzen und Lorbeerblatt und eine Knoblauchzehe dazugeben. Wichtig ist, das noch KEIN Salz dazugegeben wird, sonst sind die Kichererbsen nach dem Kochen genauso hart wie davor. Jetzt also köcheln lassen (sollte nicht stark blubbern – das ist kein Whirlpool) – wie in Kochkreisen auch sieden genannt – bis die Kichererbsen weich sind. Es kann sein, das nochmal etwas Wasser dazu muss. gegen ende der Kochzeit kann dann auch Salz mit ins Wasser gegeben werden – aber vorsichtig, es wäre schade, wenn nachher das Wasser nicht mitverwendet werden kann, wo hier so viel guter Geschmack und gute Mineralstoffe drin schwimmen.

Jetzt hängt es davon ab, was daraus werden soll. Wenn man Humums (حمص) machen möchte:

Einen Teil vom Wasser in eine extra Schüssel geben, ein bischen was bei den Kichererbsen behalten. Die restlichen Zutaten dazugeben und mit dem Pürierstab zu einer feinen Masse püriereren. Vermutlich wird hier immer wieder ein wenig Flüssigkeit dazu müssen, bis es die richtige Konsistenz hat. Für den Hummus kann die Menge an frischen Kräutern auch gerne verdoppelt werden und Knoblauch natürlich nach beliebiger Menge und nach Art des noch kommenden Abendprogramms dazugegeben werden – wer Platz möchte gerne mehr Knoblauch.

Abschliessend den kalten Hummus in eine Schüssel geben, die Oberfläche mit einem Löffel etwas einkerben und Olivenöl drüber geben, dass es schön verläuft. Etwas Paprikapulver, feingeschnittene Petersilie und wer es noch exklusiver mag einige gröstete Pinienkerne drüberstreuen.

Wenn man aber jetzt zu viel Wasser dabei hat, dann bietet sich an, daraus einfach eine Suppe zu machen. Zutaten bleiben die gleichen, es wird nur an der Konsistenz was verändert und etwas anders abgeschmeckt. Hier würde ich die angegebene Menge an Kräutern dazugeben und mit der Zitrone nicht zu großzügig sein, sondern nur soweit, dass es diese angeneme Säure hat.

Hummus eignet sich sehr toll als Dipp und wird in den arabischen Ländern häufig mit Fladenbrot gegessen, kann aber auch sehr gut zu gegrilltem gereicht werden. Gerade im Sommer sehr erfrsichend und mit den Kichererbsen eine sehr gute Proteinquelle für alle Veganer (wobei ich als Lamm-Fan die Kombi mit gegrilltem Lamm vorziehe)

Wenn also mal was schief läuft (was häufiger passiert) dann so tun als ob alles geplant gewesen wäre und improvisieren.In der Küche gibt es einen Spruch dazu: „Alle Köche sind beschissen, die sich nicht zu helfen wissen“

Damit viel erfolg beim Nachkochen und Improvisieren

*Vogel*

Spaghettisauce wie beim Konstanzer Türken

21 Mai

Neues aus der Wochenendküche: Der Markt in Tübingen hat frischen Spinat und Lauch herausgerückt – und damit die Erinnerung an unseren Lieblings-Türken in Konstanz, dessen Koch ohne Käse zwar nicht leben könnte, aber ansonsten die besten „was gerade frisch ist“ Zusammenstellungen in Böreks, Sacs und Aufläufen auf den Tisch bringt.

~*~

Spaghetti mit Spinat-Lauch-Sauce und Feta

Zutaten (für 2 Personen):

  • 150         g             Spaghetti
  • 100         g             (eingelegter) Feta
  • 300         g             frischer Spinat
  • ½            Stange  Lauch
  • 1             Stk         rote Zwiebel
  • 1-2         Zehe     Knoblauch
  • 2             Stk         getrocknete Tomaten
  • 1             Schuss  Weißwein
  • Etwas                   Salz, schwarzer Pfeffer, Zitronenabrieb, Muskat
  • Optional              frischer Basilikum

Zubereitung:

Je nach Jahreszeit wird das Spinatputzen als erster Schritt mehr oder weniger aufwendig: bei „ausgewachsenem“ Spinat die Stiele entfernen und separat kleinschneide. Dazu kommen die gewürfelte Zwiebel, getrockneten Tomaten, sowie der gehackte Knoblauch.

Den Lauch am besten einmal längs halbieren, dann ist das gesamte Geschmacksarsenal des Gemüses geboten. In etwas breitere Streifen schneiden.

Pastawasser aufsetzen und eine Pfanne mit Olivenöl heiß werden lassen. Als erstes Zwiebeln und co. mit etwas Salz bestreuen und anschwitzen. Wenn die Zwiebelchen glasig sind, an den Rand schichten und in der Mitte der Pfanne den Lauch anbraten.

Wenn dieser Teil des Gemüses kurz vor gar ist, den Spinat dazu geben und zusammenfallen lassen. Sobald die traurigen Reste davon braten und nicht mehr nur Wasser lassen mit Weißwein ablöschen und mit Salz (vorsichtig, denn Feta kann recht salzig sein), Pfeffer, Zitronenabrieb und Muskat würzen.

Ganz zum Schluss den in 1cm-Würfel geschnittenen Käse unter die Sauce heben.

~*~

Keks

letzte (?) Rhabarber-Session

19 Mai

Here we go again: Jetzt hatten sie doch glatt wieder Rhabarber im Angebot – da musste ich doch glatt noch ein letztes Mal zuschlagen und die Idee umsetzen, die mir beim 20-minütigen in der MRT-Röhre Liegen gekommen ist:

Rhabarber-Marmelade mit Thymian und Orangenpfeffer

Zutaten:

1,5          kg           Rhabarber

0,75       kg           Zucker

1             TL           Orangenpfeffer

2             TL           Agar-Agar

150         ml           Apfelsaft (Wasser, etwas mehr Zucker und etwas Zitrone gehen alternativ auch)

Etwas                    frischer Thymian

optional               Vanille

Zubereitung:

3 Mal muss ich es ja nicht extra eintippen: Das Rhabarber-Marmeladenkochen könnt ihr an dieser Stelle zusammen mit der ersten Variante nachlesen 😉

Ansonsten gibt es bei dieser Variante weder viel zu beachten noch zu tun o.O

Dafür ist sie trotzdem mein diesjähriger Favorit und musste unbedingt noch vorgestellt werden: einfach wenn der Rhabarber schon auf die richtige Konsistenz eingekocht ist Orangenpfeffer, bzw. Orangenschale und Pfeffer, sowie den gaaaanz fein gehackten Thymian dazugeben.

Fertig 😀

~*~

Keks

Fastfood-Kampfansage

16 Mai

Auch wenn ich es nur als Erfahrungsbericht in meinem Japanischkurs gehört habe: was bei uns der Dönerstand um die Ecke ist, das sind in Japan die Okonomiyaki-Stände.

お好み焼き heißt so viel wie „brate was du willst“ und wird häufig als Japanische Pizza bezeichnet… finde ich nicht so treffend, weil die Basis eigentlich eher ein Pfannkuchen mit viiiieeeel Weißkohl ist, aber anyhow:

Hier gibt es diesmal das Rezept für genau diese Belegfläche, auf die normalerweise vor dem Wenden alle Zutaten geschmissen werden, die man gern hat. Wir machen sie gern als Beilage zu asiatischem Gemüse und so stelle ich sie auch mal vor.

Super sind Okonomiyaki aber auch als Univerpflegung.

 

~*~

Okonomiyaki mit Teriyaki-Gemüse

Zutaten:

Für das Okonomiyaki:

  • ¼            Stk         Weißkohl
  • 1             Stk         Ei
  • 3-4         EL           Mehl
  • 100         ml           Dashi (oder leichte Gemüsebrühe)
  • 1             EL           geröstetes Sesamöl
  • Etwas                   Salz, Paprika edelsüß, Cayennepfeffer, Krukuma, Worchestersauce
  • Optional              ein wenig Backpulver

Für das Teriyaki-Gemüse:

  • 1             Stk         Aubergine
  • 1             Stk         rote Zwiebel
  • 1             Stk         Zucchini
  • Alternativ           auch jedes andere Gemüse, das sich gut braten lässt und im Kühlschrank liegt
  • 3             EL           geröstetes Sesamöl
  • 3             EL           Teriyakisauce
  • 1             EL           Sesam
  • Etwas                   Sojasauce, Reisessig

Zubereitung:

Da wir uns heute in japanischen Gefilden aufhalten, braucht es für die Schnibbelei ein scharfes Messer (oder Europäer-gerechter: einen guten Hobel mit feiner Einstellung): Den Weißkohl so dünn wie möglich in Streifen schneiden und auch das Gemüse relativ fein in Scheiben.

In einer Schüssel das Ei verquirlen, das Mehl einrühren und langsam Dashi dazugeben, bis ein dünnflüssiger Teig entstanden ist. Der darf dann gerne nachgewürzt werden – auch wenn es nicht ganz „original“ ist, aber nötig ist es besonders dann, wenn ihr kein Dashi bekommen konntet, sonst ist der pure „Pfannkuchen“ etwas dröge. Wer möchte kann den Teig mit Backpulver fluffiger gestalten. Auf jeden Fall sollte er aber eine Weile ruhen.

So lange den Teriyakisauce noch mit etwas Sojasauce und Reisessig runder machen, je nach deren Qualität kann ein bisschen Zucker oder Salz gut tun.

Anschließend wird mit allem Gemüse gleich verfahren: in die knall-heiße, geölte Pfanne legen, von allen Seiten scharf anbraten und dann erst mit der Teriykaimarinade bestreichen. Auch in diesem Zustand noch einmal durch die Pfanne ziehen, aber aufpassen, dass es wirklich nur zum Karamellisieren und nicht zum Anbrennen kommt!

Wenn dann die letzte Gemüsesorte an der Reihe ist, die Weißkohlstreifen gut mit dem etwas aufgequollenen und zäher gewordenen Teig vermischen und das Ganze in einer Pfanne wie einen Pfannkuchen braten, wobei am Ende gern noch ein paar Spritzer Wochestersauce dazu gegeben werden dürfen.

Um das Gemüse perfekt zu machen als Letztes noch Sesam rösten und darüber streuen.

いただきます!

~*~

Keks

P.S.: Wenn sich Unterstützer finden: ich will eine Fastfood-Revolution für Deutschland! Mehr Okonomiyakistände an den Unis und kürzere Warteschlangen vor der Mikrowelle und der Essensausgabe!

Meckern auf hohem Niveau

15 Mai

Hier eine Variante von Risotto, die einem die beruhigende Illusion von Leichtigkeit vermittelt: der frische Fenchel harmoniert nicht nur wunderbar mit dem Käsearoma, sondern hebt auch seine Schwere ein wenig auf.

Es lohnt sich hier wirklich, in einen guten Käse zu investieren, der nicht böckelig schmeckt, sondern ein angenehmes, intensives Meckern an den Reis bringt.

~*~

Fenchelrisotto mit Ziegenkäse

Zutaten:

  • 80           g             Risottoreis
  • ½            Stk         Fenchelknolle (das Grün auf keinen Fall wegschmeißen!)
  • ½            Stk         Zwiebel
  • 1             Stk         weicher Ziegenkäse (Größe abhängig von Intensität)
  • 1             Zehe     Knoblauch
  • 2             EL           Olivenöl
  • 2             EL           heller, süßlicher Balsamico
  • 100         ml          Weißwein
  • 150         ml          Wasser oder Gemüsebrühe
  • 50           ml          Sahne oder Milch
  • Etwas                   Zucker, Salz, schwarzer Pfeffer
  • Optional             Orangen- oder Zitronenabrieb

Zubereitung:

Wem die halbe Fenchelknolle wenig vorkommt, weil man ja so viel davon wegschneiden muss, der täuscht sich, bzw. verarbeitet den Fenchel anders als die gute Schwäbin 😉

Die grünen „Finger“ zusammen mit dem Grün abschneiden und gegen die Faser in sehr feine Ringe schneiden. Das Grün beseite legen und die restliche Knolle in feine Würfel schneiden, ebenso die Zwiebel. Den Knoblauch und das Fenchelgrün hacken.

Den ersten Löffel Olivenöl in einer Pfanne heiß werden lassen und darin zunächst den Fenchel scharf anbraten. Wenn er schon ein wenig Farbe genommen hat, Hitze ein wenig reduziere und auch Zwiebel und Knoblauch mit in die Pfanne geben. Mit etwas Salz und Zucker bestreuen, dann werden die Zwiebeln schön glasig und der Fenchel kann das erste Mal karamellisieren.

Jetzt den Reis dazu: auch er sollte 2 Minuten mit rösten dürfen, dazu den zweiten Löffel Olivenöl verbrauchen. Das erste Mal ablöschen mit dem weißen Balsamico, der die zweite Karamellschicht um das Ganze legt. Danach darf dann der gute Alkohol aus dem Weißwein verdampfen, ehe die Pfanne auf kleine Hitze gestellt und alles mit Wasser oder Gemüsebrühe aufgefüllt wird.

Nach ca. 10 Minuten könnte der Reis dann so weit bissfest und die Flüssigkeit eingesogen sein: Finish mit Milch oder Sahne, auch den Käse zumindest teilweise gleich einrühren. Wer Bio-Zitrusfrüchte da hat kann ein wenig von ihrer Schale zusammen mit dem Fenchelgrün unterheben.

~*~

Keks

Ausflug ins grüne Italien

10 Mai

Ich bin keine Absolutistin… aber das hier ist wirklich DIE Zubereitung für grünen Spargel schlechthin. Deprimierend einfach. Von dem Geschmack lässt man sich aber gerne trösten 😀

~*~

Gebratener Grüner Spargel

Zutaten:

  • 300         g             (dünner) grüner Spargel
  • 1             Zehe     Knoblauch
  • 2             EL           Olivenöl
  • 2             EL           dunkler Balsamico
  • Etwas                   Salz, schwarzer Pfeffer
  • Optional              frischer Basilikum

 

Zubereitung:

Heute kurz und schmerzlos:

Knoblauch hacken. Die holzigen Enden vom Spargel abschneiden und bei dicken Stangen auch das untere Drittel mit dem Sparschäler schälen. Das war’s an Vorbereitung.

Olivenöl in einer großen,  beschichteten Pfanne erhitzen und die Spargelstangen so reinlegen, dass die Köpfe am Pfannenrand liegen, bzw. sich daran hochbiegen. Mit einer ersten Prise Salz würzen und so lange auf einer Seite braten, bis sich die Stangen verbiegen lassen und leicht gebräunt sind. Dann alle wenden, den Knoblauch dazu geben und weiter braten lassen bis der Spargel fast gar ist.

Mit dem Balsamico ablöschen und auf kleine Flamme stellen, dabei den Spargel gut durchschwenken, sodass alle Stangen von einer klebrig-glänzenden Schicht karamellisierten Balsamicos überzogen sind.

Zum Schluss idealerweise grobes Meersalz darüber streuen, Pfeffer frisch darauf mahlen und vielleicht auch ein wenig frischen Basilikum dazu rupfen.

~*~

P.S.: begleitet wurde der grüne Spargel dieses Wochenende bei uns mit den wohl genialsten „Resten“ seit langem: Pulpo in Tomaten-Paprika-Sauce und grüne, selbergemachte und liebevoll „Aliennudeln“ getaufte Bandnudeln

Keks

Gewürzfischen im Trüben

26 Apr

Wer sehnt sich nicht nach Sonne, Sand und Palmen… gibt es aber nicht nur am Meer 😉

Wir machen einen kleinen Ausflug in den Orient, lassen uns verführen von der Schönheit arabischer Nächte mit sternklarem Himmel… und stellen fest: heiße arabische Nächte?! Pustekuchen! In der Wüste wird es kalt – und deshalb gibt es etwas Wärmendes 🙂

~*~

Orientalische Linsen-Sojamilchsuppe

Zutaten:

  • 100         g             Linsen
  • 3             Stk         Möhren
  • ½            Stk         Lauch
  • ½            Stk         weißer Rettich
  • ½            Stk         Gemüsezwiebel
  • 1             Zehe     Knoblauch
  • 250         ml           Sojamilch
  • 50           ml           Reisessig
  • 3             EL           Sesamöl geröstet
  • 1             TL           Zucker
  • 3             Stk         Gewürznelken
  • 1 ½         TL           Kreuzkümmel
  • 1             TL           Senfsaat
  • 1             Kapsel  Kardamom
  • 5             Stk         Pfefferkörner
  • Etwas                   Muskat, Zimtrinde, Chili, Salz, frischer Koriander und Petersilie

Zubereitung:

Wie so oft geht es erst einmal los mit Schnibbeln: die Zwiebel und eine Möhre dürfen sich in kleine Würfel verwandeln, der Knoblauch in noch winzigere, der Rest kann als Gemüseeinlage ruhig ein bisschen gröber belassen werden.

Falls zwei entsprechende Herdplatten vorhanden sind können ein Topf und eine Pfanne parallel aufgesetzt werden: in den Topf kommt alles Kleine – zuerst Zwiebel, Knoblauch und Möhre anschwitzen. In die Pfanne wandern die Gemüse getrennt, die Möhren spielen Vorreiter.

Während die erste Fuhre brutzelt könnt ihr euch an den Mörser machen: alle Gewürze mit einem TL Salz rein und allen Frust an den unschuldigen Zutaten auslassen. Die Gewürzmischung könnt ihr TL-weise auf Pfanne und Topf verteilen, sodass sie insgesamt einmal komplett angeröstet wird.

In den Topf dürfen jetzt auch die Linsen, während in der Pfanne Lauch und Möhren Plätze tauschen. Danach die Linsen mit Sojamilch und etwas Wasser ablöschen und so lange auf kleiner Hitze köcheln lassen bis das Gemüse fertig ist.

Der Rettich möchte nämlich auf jeden Fall allein gebraten werden, weil er so wässrig ist und sich herrlich mit dem Zucker karamellisieren lässt. Wenn das geschehen ist auch die Platte unter der Pfanne runterdrehen und das Gemüse zusammenschmeißen. Mit dem Essig ablöschen und anschließend die  restliche Sojamilch dazugeben.

Je nachdem ob ihr wollt, dass die Linsen zerfallen oder nicht – was natürlich auch über die Wahl der Sorte entschieden werden kann – das Gemüse (an dem ja der Essig ist) gleich in den Topf geben oder erst getrennt mit Salz und eventuell Zucker abschmecken.

Wenn dann schließlich die Linsen weich und alles im Topf vereinigt ist braucht es nur noch eine Hand voll frischem Koriander – bil hana wish shifa‘!

~*~

Keks

Röschti vom Tokyoter Imbissstand

23 Apr

Sich entscheiden kann soooo schwierig sein – und damit anstrengend und zeitraubend.

Dieses unangenehme Gefühl lässt sich aber auch ganz einfach umgehen: nicht zwischen den Optionen schwanken, sondern einfach alles auf einmal machen und sich überraschen lassen, was dann passiert…

Treffen sich ein Japaner und ein Schweizer an der Currywurstbude…

~*~

Asiatisches Rösti in Currysauce

Zutaten:

Für das Rösti:

  • 1             Stk         Möhre
  • 1             Stk         Zwiebel
  • 1             Stk         Ei
  • 1             Stk         mittelgroße Kartoffel (festkochend)
  • 2             EL           Mehl
  • Optional auch   Weißkohl , Knollensellerie, eventuell auch Reste von anderem Wurzelgemüse
  • Je 1        TL           Kreuzkümmel, Senfsaat, Salz, Paprikapulver
  • etwas                   Muskatnuss
  • 1             EL           Sesamöl geröstet

Für die Currysauce:

  • 1             Dose     geschälte Tomaten
  • 1             Zehe     Knoblauch
  • 1             EL           Currypaste oder (selbstgemachtes) Currypulver
  • 3             EL           gegärter Reisessig – alternativ 1 EL dunkler Balsamico + 2 EL Reisessig
  • Etwas                    Chili, Worcestersauce, Salz, Sesamöl geröstet
  • Optional             frischer Koriander oder Zitronenmelisse

Zubereitung:

Die Zwiebel halbieren und die Hälften in 2 Patientengruppen einteilen (jaaaa meine lieben, das Semester hat angefangen ;)): eine in feine Streifen schneiden für das Rösti, die andere würfeln.

Als erstes könnt ihr die Sauce ansetzen: dazu noch Knoblauch hacken und zusammen mit den Zwiebeln und dem Curry in einem Topf anschwitzen. Die Tomaten aus der Dose fischen, grob hacken und auch kurz anschwenken. Wenn die Flüssigkeit fast weg ist auch den Essig dazu geben und ankaramellisieren lassen. Erst wenn er zumindest einmal Blasen geworfen hat mit den Tomatenflüssigkeit ablöschen. Hitze reduzieren und vor sich hin köcheln lassen.

Jetzt ist Zeit und Platz für die Röstiproduktion geschaffen:

Das Gemüse und die Kartoffel raspeln (Weißkohl oder anderes Gemüse, dass sich nicht reiben lässt wie die Zwiebel in feine Streifen schneiden). Kreuzkümmel, Muskatnuss und Senfsaat mit dem Salz im Mörser pulveriesieren und anschließend mit dem Paprikapulver mischen.

Das Ei mit dieser Gewürzmischung in einer Schale verquirlen und zum Gemüse geben. Je nach Kartoffelgröße noch ein bisschen Mehl dazu geben – bei mir waren 2 EL nötig, weil nur noch eine vereinsamte Winzknolle im Schrank lag.

Eine Pfanne mit Sesamöl aufstellen und richtig heiß werden lassen. Die Röstimasse hineingeben, flach drücken und Geduld walten lassen. Wer die nicht hat, kann während die erste Seite des Röstis bräunt die Sauce schon einmal abgeschmeckt werden: etwas Salz, Worcestersauce und Chili tun ihr auf jeden Fall gut.

Dann das Rösti möglichst im Ganzen wenden – wieder warten…. Diesmal als Übergangshandlung empfohlen: Zitronenmelisse oder Koriander zupfen und schneiden. Wenn das Rösti gar und knusprig auf dem Teller liegt die Käuter über den angerichteten Teller streuen oder unter die Sauce rühren.

頂きます!N Guten!

~*~

Keks